Niederlage in Braunschweig : Strafe für Alba kurz vor Schluss

Bis anderthalb Sekunden vor der Schlusssirene hatte Alba nicht überzeugt, aber wenigstens geführt. Doch dann verloren die Berliner Basketballer 64:65 in Braunschweig

Ute Berndt

Wie im Auswärtsspiel in Trier am Mittwoch hatten die Berliner Basketballer auch am Sonnabend in Braunschweig lange Zeit dominiert, ohne das Spiel frühzeitig entscheiden zu können. In Braunschweig wurden sie dafür von Dustin Salisbery bestraft: Der Flügelspieler traf per Dreier zum 65:64 (27:36)-Endstand. Für Alba bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um Platz eins der Bundesliga, der Tabellen-14. aus Braunschweig durfte sich für seinen ersten Sieg nach zuletzt acht Niederlagen von seinen 3160 Fans feiern lassen. „Wir haben am Ende die Chance zum Sieg bekommen, weil wir immer an uns geglaubt haben“, sagte Braunschweigs Trainer Emir Mutapcic.

Lange hatte es nach einem Sieg des Deutschen Meisters ausgesehen. Die Berliner, bei denen Julius Jenkins erneut anstelle von Steffen Hamann begonnen hatte, setzten sich im ersten Viertel durch drei Dreipunktewürfe von 9:9 auf 18:9 ab. In der Folge taten sich die Gastgeber selbst mit einer Reihe von Ballverlusten weh, die Alba zu Schnellangriffen und leichten Punkten nutzte. Andere gute Möglichkeiten ließen die Berliner hingegen ungenutzt: An der Freiwurflinie wollte ihnen wenig gelingen, insgesamt vergaben sie dort 14 ihrer 35 Versuche. Trotzdem blieb Alba in Führung und bekam zu Beginn der zweiten Hälfte auch Braunschweigs Topscorer Kyle Visser (22 Punkte) besser in den Griff.

Doch im Schlussviertel erkannte Braunschweig seine Chance und erhöhte den Druck in der Verteidigung. „Wir haben gut gespielt, aber ab und zu Aussetzer gehabt“, sagte Albas Trainer Luka Pavicevic. Kurz vor Spielende hatten sich die Gastgeber herangekämpft und gingen sogar in Führung. Kurz darauf verwandelte Jenkins zwei Freiwürfe, Alba lag wieder 63:60 vorn. Nachdem Braunschweig verkürzt hatte, ging Jenkins erneut an die Linie. Diesmal vergab Albas bester Werfer (16 Punkte) einen Versuch und gab Salisbery damit die Möglichkeit, zum Helden zu werden. Der Braunschweiger nutzte sie.

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