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Niederlage in der Europa League : Leverkusen steht sich selbst im Weg

Zu viel gewollt: Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League verliert Bayer Leverkusen daheim gegen den FC Villarreal durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:3 und muss nun ums Weiterkommen bangen.

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Der Ball, Sidney Sam und Mateo Musacchio: Das kann nur Unentschieden ausgehen. Foto: AFP
Der Ball, Sidney Sam und Mateo Musacchio: Das kann nur Unentschieden ausgehen.Foto: AFP

Alle im Stadion hatten sich auf ein Unentschieden eingerichtet, niemand rechnete in Leverkusen damit, dass noch etwas passieren würde. Es war schließlich schon die vierte Minute der Nachspielzeit, es stand 2:2 im Europa-League-Spiel von Bayer gegen den FC Villarreal, aber es passierte doch noch etwas. Die Spanier erzielten das 3:2, Nilmar versetzte die Zuschauer und die Bayer-Profis in einen Schockzustand. Im Achtelfinal-Rückspiel stehen die Leverkusener auswärts nun enorm unter Druck.

Die Spanier benötigten für ihre drei Treffer exakt vier Torschüsse. „Wir sind bei den Kontern eiskalt erwischt worden“, stöhnte Mittelfeldspieler Simon Rolfes, „aber wir haben es Villarreal auch leicht gemacht.“ Stürmer Stefan Kießling war „einfach nur sauer.“ Drei Chancen für den Gegner, drei Tore, das dürfe nicht passieren. „Und das alles nur, weil wir am Ende noch schön spielen wollten.“

Dabei hatten die Gastgeber das Geschehen vor der Pause klar bestimmt und waren nach 32 Minuten durch einen platzierten Aufsetzer von Linksverteidiger Michal Kadlec auch verdient in Führung gegangen. Für die Heynckes-Elf lief alles wie gewünscht – bis zur 42. Minute. Da legten die Gäste plötzlich ihre Trägheit ab, brachten, vorbei an Bayers schlecht verteilten Innenverteidigern Daniel Schwaab und Stefan Reinartz, Angreifer Giuseppe Rossi in Position, der mühelos den Ausgleich besorgte.

Das Unentschieden schmeichelte Villarreal sehr. Dem Sekunden zuvor eingewechselten Nilmar war das vollkommen egal, er brachte, ungewollt unterstützt von Kadlec und Reinartz, die effektiven Spanier in der 70. Minute sogar in Führung. Leverkusen reagierte wütend, erzielte durch Gonzalo Castro auch postwendend das 2:2 (72.), doch in der Nachspielzeit versetzte Nilmar der Leverkusener Elf den ultimativen Tiefschlag.

Damit rückt Trainer Jupp Heynckes kurzzeitig aus dem Fokus. Die Frage, ob er in Leverkusen seinen Vertrag verlängert oder zu Bayern München geht, war ja zuletzt das beherrschende Thema. Aber in knapp drei Wochen, nach den Bundesligaspielen gegen Mainz und Schalke, sagte Heynckes vor dem Spiel, wolle er mit der Bayer-Führung endlich „um eine Entscheidung“ in der Vertragsfrage „ringen“.

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