Niederlage : Stuttgart reißt das Aufgebaute wieder ein

Der Frust saß tief. "Das nervt. Das hätte nicht sein müssen, das ist ärgerlich", resümierte Sportdirektor Horst Heldt enttäuscht das Ausscheiden des VfB Stuttgart im Uefa-Cup gegen Titelverteidiger Zenit St. Petersburg.

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Timo Gebhart

Stuttgart Teamchef Markus Babbel kritisierte erneut individuelle Fehler, die das 1:2 (0:1) verursacht hätten: „Die Mannschaft reißt sich das Aufgebaute immer durch Fehler ein.“

Nun wollen die Stuttgarter am Sonntag im brisanten badisch-schwäbischen Derby der Fußball-Bundesliga, für das die Polizei die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen hat, den Karlsruher SC für ihr Scheitern büßen lassen. „Das ist kein normales Spiel. Da wird es hart zur Sache gehen“, stimmte Babbel seine Spieler ein. „Wir werden alles daran setzen, die drei Punkte zu holen.“ Um aber nicht erneut durch Aussetzer wie zuletzt gegen Hannover, Hoffenheim und St. Petersburg einen greifbar nahen Erfolg leichtfertig zu verspielen, appellierte der Teamchef, sich voll auf das Derby zu konzentrieren und „trotz der Brisanz kühlen Kopf zu bewahren“. Der VfB müsse gegen den Tabellenvorletzten seine „Qualität ausspielen“.

Von dieser Qualität war gegen die Russen allerdings wenig zu sehen. Mehr als der 200. Uefa-Cup-Treffer des VfB durch Timo Gebhart gelang bei Gegentoren von Igor Semschow und Wiktor Faysulin vier Minuten vor dem Abpfiff nicht. Der überwiegend brav und bieder agierende Bundesligist konnte Zenit nicht entscheidend schwächen. „Der letzte Wille und die spielerische Linie haben gefehlt“, räumte Babbel ein, der seine Elf in beiden Auseinandersetzungen aber „insgesamt auf Augenhöhe“ mit den Russen gesehen hatte. dpa

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