Sport : Noch alles drin

Europa League: Hannover holt ein 2:2 in Lüttich, Schalke verliert umstritten 0:1 in Enschede.

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Fassungslos. Schalkes Matip sieht Rot, Torwart Hildebrand sieht zu. Foto: dapd
Fassungslos. Schalkes Matip sieht Rot, Torwart Hildebrand sieht zu. Foto: dapdFoto: dapd

Lüttich - Dank zweier Auswärtstore darf Hannover 96 auf das Viertelfinale der Europa League hoffen. Mit dem 2:2 (1:2) bei Standard Lüttich erspielte sich der Fußball-Bundesligist eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche. Lars Stindl per Foulelfmeter und Mame Diouf trafen für die ersatzgeschwächten Niedersachsen. Die Tore für den belgischen Pokalsieger erzielten Yoni Buyens und der Mohammed Tchite. Zum Weiterkommen reicht 96 nun schon ein torloses Remis im Rückspiel.

Noch im November war Hannover beim 0:2 im Gruppenspiel an gleicher Stelle ohne Chance gewesen. Auch diesmal übernahm Standard im Maurice-Dufrasne-Stadion gleich die Kontrolle. Die umformierten Gäste hatten Mühe, ins Spiel zu finden und verloren auf dem ramponierten Rasen oft zu schnell den Ball. Der Bundesliga-Siebte ging mit seinem ersten Angriff aber in Führung. Konstantin Rausch zog in den Strafraum und fiel über das Bein von Lüttichs Kanu. Referee Chapron entschied zurecht auf Elfmeter. Stindl verwandelte sicher. Doch die Führung hielt nur fünf Minuten. Dann ließ Tchite nach einem Konter 96-Kapitän Steven Cherundolo stehen, seine Flanke versenkte Buyens per Direktabnahme im langen Eck. Nur 177 Sekunden später köpfte Tchite nach einem Eckball aus sechs Metern zum 2:1 ein. Nach der Pause steigerten sich die Gäste, Mame Diouf gelang der Ausgleich. Lüttich konnte danach das Tempo der ersten Hälfte nicht mehr gehen. dpa

Enschede - Es war ein Spiel, das einen faden Beigeschmack behalten wird. Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League unterlag der FC Schalke 04 bei Twente Enschede durch ein äußerst diskutable Elfmeterentscheidung mit 0:1 und muss nun um das Erreichen der nächsten Runde bangen. „Da sind drei Pappnasen auf dem Platz. Und was macht eigentlich der Torrichter? Der macht nichts, das ist reine Beschäftigungstherapie“, sagte Schalkes Manager Horst Heldt in seiner ersten Erregung nach dem Schlusspfiff. Es ging um die 60. Minute, in der Schiedsrichter Craig Thomson einen ungerechtfertigten Elfmeter verhängte.

„Das war der Pfiff des Jahres. Das ist lächerlich“, sagte Schalkes Trainer Huub Stevens. De Jong tauchte alleine vor Timo Hildebrand auf und stolperte, kurz vor dem Strafraum, wohl über die eigenen Füße. Die doppelte Strafe dafür erhielten allerdings die Schalker. Joel Matip sah wegen der vermeintlichen Notbremse die Rote Karte. De Jong verwandelte sicher. Die Schalker erarbeiteten sich in der gesamten Partie lediglich eine Torchance nach einem Alleingang von Jermaine Jones.Jörg Strohschein

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