Sport : Noch mal neu anfangen

-

Robert Ide erklärt, warum das NOK

nach Berlin umziehen sollte

Berlin hat viel zu bieten: politische Macht, internationale Botschaften, globales Flair. Kein Wunder, dass es das Nationale Olympische Komitee in die Hauptstadt zieht. Bisher sitzt das NOK in Frankfurt am Main. Weit weg von großer Politik. Weit weg von Leipzig, dem deutschen Bewerber für Olympia 2012. Ein Umzug hätte also Vorteile, vor allem für die Außendarstellung. Er wäre aber auch ein internes Signal – des Aufbruchs.

Das NOK hat Finanzprobleme. Jüngst rechnete der Schatzmeister vor: Der Verband lebt von Reserven. Wenn es so weitergeht, sind die in zwei Jahren aufgebraucht. Ähnlich geht es dem Deutschen Sportbund. Der hat sich striktes Sparen auferlegt, um die Pleite zu verhindern. Ein Umzug ist zu teuer, sagen jetzt viele Funktionäre. Sie vergessen, dass Berlin ein gutes Angebot macht: eine wertvolle Immobilie und Finanzhilfen. Sie vergessen, dass ein Umzug ein Neuanfang sein kann.

Die Institutionen des Sports müssen sich neu orientieren. Sie stehen vor großen Aufgaben: in der Nachwuchsförderung, der Gesundheitspolitik, bei Bewerbungen um internationale Großerereignisse. Der Sport wäre in Berlin gut aufgehoben. Die Stadt ist fast pleite. Und trotzdem modern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben