Noch "viel Arbeit" für die Eisbären : Zuhause auf der Baustelle

Bei den Eisbären Berlin tüftelt Trainer Jeff Tomlinson weiter an seinem neuen System. In Ergebnissen hat sich das bisher nicht ausgedrückt, am Wochenende soll sich das in den beiden Heimspielen der European Trophy aber ändern.

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Die Eisbären arbeiten derzeit im Training viel an ihrem Abwehrverhalten. Foto: promo
Die Eisbären arbeiten derzeit im Training viel an ihrem Abwehrverhalten.Foto: promo

An der Eishalle II im Sportforum Hohenschönhausen herrscht derzeit reges Treiben. Bauarbeiter bringen Gerüste an der Außenfassade an, laden Werkzeuge und Materialen von großen Baufahrzeugen. Aber auch ein paar Meter weiter im Wellblechpalast gibt es eine Baustelle. Hier trainiert der deutsche Eishockeymeister Eisbären Berlin und den Worten von Trainer Jeff Tomlinson zufolge gibt es für ihn und seine Spieler noch "viel Arbeit" zwei Wochen vor Beginn der neuen DEL-Saison.

Auf dem Eis sieht das am Donnerstagvormittag dann so aus: Tomlinson lässt verstärkt Unter- und Überzahlsituationen trainieren. Auch der Torabschluss wird immer wieder geübt. "In Unterzahl lassen wir noch zu viel zu", sagt Tomlinson. Der neue Trainer der Eisbären will sein Team vor allem defensiv besser einstellen. Hier hatte die Mannschaft unter Don Jackson in der Vorsaison oft Schwächen gezeigt. Mithilfe von Videoanalysen wird daran nun gearbeitet. Und Tomlinson ist mit den Fortschritten durchaus zufrieden.

Die Ergebnisse in der European Trophy waren zuletzt aber eher enttäuschend. Die Eisbären kassierten daheim gegen Lulea und am vergangenen Wochenende in Plzen und Brno jeweils Niederlagen. In diesen drei Spielen erzielte die Mannschaft insgesamt nur zwei Treffer. "Dass wir zuletzt so wenig Tore geschossen haben, beunruhigt mich nicht", sagt Tomlinson und fügt mit Überzeugung hinzu: "Das war nie unser Problem und wird schon wieder klappen."

Das muss es auch, wenn die Eisbären die Teilnahme am Finalturnier im Dezember nicht nur der Tatsache verdanken wollen, dass sie als Gastgeber ohnehin qualifiziert sind. Derzeit liegt die Mannschaft in der Tabelle der North Division mit vier Punkten aus vier Spielen nur auf Rang sechs. Am Wochenende folgen im Wellblechpalast die Heimspiele gegen Hradec Kralove aus Tschechien (Freitag, 19.30 Uhr) und das Duell mit den von Ex-Trainer Don Jackson betreuten Österreichern von Red Bull Salzburg (Sonntag, 16.30 Uhr).

"Wir haben noch alles in den eigenen Händen", beschwichtigt der Eisbären-Coach und setzt auf die besondere Atmosphäre im kleinen, engen "Welli". "Es wird eine supergeile Stimmung herrschen, damit müssen die Gegner erst einmal klar kommen. Hier fühlen wir uns zuhause", sagt Tomlinson. Auch wenn es rund um den Wellblechpalast noch einige Baustellen gibt.

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