Sport : Nominiert wird am Schluss

Am Mittwoch bestimmt Löw den EM-Kader endgültig

Palma de Mallorca - Joachim Löw zögert die Benennung seines genauen Kaders für die Europameisterschaft bis zum letztmöglichen Zeitpunkt hinaus. Erst nach der Rückkehr der Fußball-Nationalmannschaft vom Länderspiel gegen Weißrussland am Dienstag in Kaiserslautern wird der Bundestrainer im Quartier auf Mallorca die drei überzähligen Spieler aus dem noch 26-köpfigen Aufgebot für die EM streichen. „Wir lassen uns Zeit bis Mittwoch, 12 Uhr“, sagte Löws Assistent Hans-Dieter Flick am Samstag und sorgte damit für Klarheit in Bezug auf den zeitlichen Ablauf. „Wir wollen das mit Stil zu Ende bringen“, sagte Flick.

Aus diesem Grund fliegen die drei Ausgemusterten nach dem vorletzten EM-Test auch noch einmal für wenige Stunden mit zurück nach Mallorca und werden nicht in der Hektik des raschen Rückflugs auf die Balearen-Insel im Eilverfahren verabschiedet. „Das zwischen Tür und Angel zu machen, wäre nicht richtig“, sagte der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger zu der von Löw gewählten Vorgehensweise. Außerdem sollen die drei aussortierten Spieler sich weiterhin als mögliche Nachrücker fit halten, erzählte Flick. Denn auch nach dem offiziellen Meldeschluss der Kader aller 16 EM-Teilnehmer bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am kommenden Mittwoch dürfte Löw bei Verletzungen oder Erkrankungen noch bis zum Turnierbeginn am 7. Juni Spieler nachnominieren.

Die Entscheidung, mit 26 statt 23 Profis ins Trainingslager gefahren zu sein, hat sich aus Sicht des Trainerstabs schon am Ende der ersten Vorbereitungswoche als richtig erwiesen. „Es hat sich herauskristallisiert, dass es gut war“, erklärte Flick. Der verschärfte Konkurrenzkampf habe zu „einem Training auf hohem Niveau geführt. Löws Assistent betonte den positiven Effekt für den Trainerstab: „Wir sortieren nicht drei aus, sondern wir dürfen 23 Spieler auswählen.“ Die „harte Entscheidung“ für die betroffenen Spieler sei ein hinnehmbarer Preis, sagte der Kotrainer Flick. dpa

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