Nordische Kombination : Ackermann gewinnt - Zweiter in ewiger Bestenliste

Mit dem 26. Weltcup-Sieg seiner Karriere hat sich Ronny Ackermann zum zweiterfolgreichsten Nordischen Kombinierer nach Hannu Manninen gekürt. Er machte mit seinem Erfolg in Val di Fiemme auch einen weiteren Schritt hin zum Gewinn des Gesamt-Weltcups.

Ackermann
Ronny Ackermann feiert seinen Sieg. -Foto: AFP

Val di FiemmeDer viermalige Weltmeister aus Dermbach setzte sich nach zwei Sprüngen und dem 15-Kilometer-Langlauf klar vor Bill Demong (USA) durch und baute seine Führung in der Gesamtwertung mit 626 Punkten vor dem Amerikaner (557) und dem wegen einer Grippe fehlenden Björn Kircheisen (514) aus. Als Tages-Dritter stürmte Sebastian Haseney erstmals in dieser Saison auf das Podest und komplettierte damit das hervorragende deutsche Ergebnis.

"Es war mein großes Ziel, mehr Weltcupsiege als Bjarte Engen Vik zu haben. Darauf habe ich lange warten müssen, deshalb freue ich mich darüber am meisten", sagte Ackermann nach seinem Solo-Lauf zum zweiten Saisonerfolg. In der ewigen Bestenliste liegt nur Manninen mit 45 Weltcupsiegen vor Ackermann.

Nach Sprüngen von 129 und 124,5 Metern war der 30 Jahre alte Thüringer als Zweiter mit einem Rückstand von 22 Sekunden auf David Zauner aus Österreich in die Loipe gegangen. Dort lief er schnell zum Führenden auf und setzte sich nach knapp drei Kilometern an die Spitze. "Ich habe da vorne etwas einsam geführt. Es war nicht einfach. Ich wusste, dass ich ein gleichmäßiges Tempo laufen muss", erklärte Ackermann.

"Es war heute alles perfekt"

Dank eines perfekten Skis baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und konnte seinen Sieg schon 100 Meter vor dem Ziel mit der deutschen Fahne in der Hand feiern. "Das Material war bombastisch, ein großer Dank an die Techniker. Es war heute alles perfekt und ein guter Tag für mich", sagte Ackermann.

Im Ziel hatte er 34,1 Sekunden Vorsprung vor Demong, der wiederum Haseney im Spurt um Rang zwei um 0,2 Sekunden hinter sich ließ. Der Zella-Mehliser war vom 19. Platz nach dem Springen nach vorne gestürmt. "Unterwegs war ich froh, dass ich überhaupt an Demong dran geblieben bin. Er hat fast die gesamte Zeit über geführt. Es hat zwar am Ende leider nicht zum zweiten Rang gereicht, aber nach der längeren Durststrecke zu Saisonbeginn bin ich sehr froh über den Podestplatz", sagte Haseney. Zuletzt hatte er am 9. März 2007 als Zweiter in Lahti dieses Gefühl auskosten können. (smz/dpa)

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