Sport : Nordische Kombination: "Ein echter Wahnsinn"

Die deutschen Winterzweikämpfer haben sich in beeindruckender Manier in der Weltelite zurückgemeldet. Beim ersten Saison-Weltcup in der Nordischen Kombination eroberten Ronny Ackermann aus Oberhof und Marco Baacke aus Ruhla im Kuopio (Finnland) die Ränge zwei und drei. Georg Hettich (Rohrhardsberg) und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) standen als Fünfter und Sechster ihren beiden Kollegen kaum nach und komplettierten das beste Abschneiden einer Kombinierer-Auswahl des Deutschen Skiverbandes (DSV) seit acht Jahren.

"Ein echter Wahnsinn. Jetzt können wir locker vom Hocker weiter angreifen. Dieser Triumph wird unserer Mannschaft Selbstvertrauen geben. Wir sind heiß auf den Erfolg", sagte Hermann Weinbuch. Das Ergebnis ließ den Bundestrainer jubeln. Zuletzt hatten im Januar 1993 in Saalfelden zwei deutsche Kombinierer (Thomas Dufter/Hammer und Jens Deimel/Winterberg als Zweiter und Dritter) bei einem Weltcup auf dem Siegerpodest gestanden.

Ackermann hätte fast sogar seinen Auftakt-Sieg aus dem Vorjahr wiederholt, als er in Vuokatti/Finnland gewann. Der 23-Jährige musste sich aber im Zielspurt dem Österreicher Felix Gottwald um 0,5 Sekunden geschlagen geben. "Mir fehlt vielleicht im Laufen nach meiner Fußverletzung im Sommer noch ein wenig", ärgerte sich Ackermann. Gottwald habe einfach mehr zum Zusetzen gehabt, sagte der Nordische Kombinierer. Aber ich bin total zufrieden. Die ganze Mannschaft ist super motiviert", erklärte Ackermann. "Es macht einfach Spaß", sagte der Deutsche.

Während Ackermann das deutsch-österreichische Duell gegen Gottwald verlor, verwies der Junioren-Vizeweltmeister Baacke seinen direkten Kontrahenten Christoph Bieler im Spurt auf Platz vier. "Mein Sprung war optimal. Ich wusste, dass ich läuferisch gut drauf bin und noch nach vorne kommen kann. Aber ein Platz auf dem Siegerpodest - das ist fast unglaublich", freute sich der 20-Jährige. Baacke lag insgesamt nur 26,5 Sekunden hinter dem Sieger.

Die Nordisch-Kombinierten sollen bereits am Sonntag an gleicher Stelle ab 10.00 Uhr ihren zweiten Saisonwettkampf absolvieren. Ob aber der Wettbewerb, der nur an einem Tag stattfindet, mit zwei Sprüngen und 15-km-Lauf wie geplant durchgeführt werden kann, ist fraglich. In Kuopio sind für Sonntag Tauwetter und starke Windböen angesagt.

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