NORDISCHE KOMBINATION : Schlechte Ski bremsen das deutsche Team

Das Bild, das Ronny Ackermann auf der Ziellinie in Vesec abgab, sagte alles: Mit hängenden Schultern und gesunkenem Kopf trudelte der deutsche Kombinierer als Dreizehnter aus. Vor zwei Jahren bei der WM in Sapporo war er noch als strahlender Sieger über die Ziellinie gestürmt, bei der Nordischen Ski-WM in Liberec aber ist alles anders: Die deutschen Kombinierer mussten am Sonntag den schlechtesten Einzelwettbewerb bei einer WM seit 2001 verkraften.

„Jede Serie geht mal vorüber“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, „die Burschen hatten nicht das optimale Gerät an den Füßen.“ Tatsächlich hatten sich die deutschen Kombinierer wie schon die Langläufer (siehe Artikel links) bei schwierigen Wetterbedingungen bei der Präparierung ihrer Ski vergriffen. „Mit einem besseren Ski hätte ich vielleicht mithalten können“, sagte Tino Edelmann. Der Silbermedaillengewinner im Massenstart hatte nach dem Springen auf Platz sieben gelegen, fiel aber im Langlauf auf Rang neun zurück.

Es siegte erneut der Amerikaner Todd Lodwick vor dem Norweger Jan Schmid und dem Amerikaner Bill Demong. Doppelweltmeister Lodwick wusste, bei wem er sich bedanken musste: „Mein Wachsteam hat hart gearbeitet, ich hatte den schnellsten Ski.“ Lodwick hatte bereits nach dem Springen geführt. Bester Deutscher wurde Sebastian Haseney, der von Platz 19 nach dem Springen auf Rang sieben vorlief. ben

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