Sport : NORDISCHE KOMBINATION

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Zuletzt war es immer so: Je geringer der Rückstand auf Ronny Ackermann , umso weiter oben fanden sich die übrigen deutschen Kombinierer im Klassement wieder. Wenn jedoch heute ( 11 Uhr , Springen auf der Normalschanze, 15 Uhr , Langlauf, live in ARD und Eurosport) bei der Nordischen SkiWeltmeisterschaft in Oberstdorf die ersten Einzelmedaillen vergeben werden, könnte diese Reihenfolge außer Kraft gesetzt werden. Bundestrainer Hermann Weinbuch sagt: „Die Leute im Hintergrund können Ackermann schlagen – und dürfen es auch.“

Die Hierarchie im deutschen Team beginnt zu wackeln, seit Ackermann seine Schuhe für das Skispringen wechseln musste. Nun springt der Titelverteidiger nicht mehr weit genug. Zuletzt musste er sogar ein Sondertraining in Ruhpolding absolvieren. Im Training in Oberstdorf zeigte Ackermann aber wieder eine bessere Leistung und verpasste mit einem Sprung auf 101 Meter nur knapp den Schanzenrekord. Dennoch trifft es sich für Weinbuch gut, dass sich in Björn Kircheisen ein weiterer seiner Athleten für größere Taten empfiehlt. „Natürlich möchte ich um eine Medaille mitkämpfen", sagt der 21-Jährige, der zuletzt beim Weltcup in Pragelato mit einem dritten Platz auf sich aufmerksam machte. Die übrigen deutschen Starter Georg Hettich , Sebastian Haseney und Tino Edelmann haben immerhin Außenseiterchancen. „Wir sind an Hannu Manninen dran“, sagt Björn Kircheisen mutig. An dem Finnen musste sich zuletzt sogar Ronny Ackermann orientieren, er ist der große Favorit . Bundestrainer Weinbuch sagt: „Eine Silbermedaille wäre für ihn schon eine Niederlage.“ ben

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