Sport : Norwegen - Jugoslawien: Milosevic trifft zum 1:0-Sieg gegen Norwegen

Savo Milosevic hat Jugoslawien auf Platz Platz eins der Vorrundengruppe C geschossen. Beim 1:0 (1:0) gegen Norwegen schoss der 26-jährige Angreifer von Real Saragossa vor 27 000 Zuschauern im Stadion Sclessin in Lüttich in der achten Minute bereits sein drittes Turniertor.

Fünf Tage nach dem mageren 3:3 gegen die ehemaligen Landsleute aus Slowenien verdienten sich die Jugoslawen den ersten Drei-Punkte-Erfolg bei der EM durch eine klare spielerische Steigerung, konnten das Spiel aber nur mit zehn Akteuren beenden. Drei Minuten vor Schluss sah Mateja Kezman in der 88. Minute die Rote Karte. Er war erst eine Minute zuvor für Mijatovic eingewechselt worden. Obwohl offensiver als im Auftaktspiel gegen Spanien verpassten die Norweger den angestrebten Punkt, weil ihnen im Angriff die Durchschlagskraft fehlte. Die größte Ausgleichschance vergab John Carew in der Nachspielzeit.

Wegbereiter des ersten jugoslawischen Sieges bei einer EM-Endrunde seit dem 15. Juni 1968 (1:0 gegen England) war Dragan Stojkovic. Der 35-Jährige, der nach der EM seine Länderspiel-Karriere beenden wird, zog im Mittelfeld geschickt die Fäden und war an beinahe jedem Angriff beteiligt. Donnernder Applaus der rund 1500 jugoslawischen Fans begleitete den entkräfteten Stojkovic bei seiner Auswechslung sechs Minuten vor dem Spielende in die Kabine.

Im Sturm stellte Milosevic einmal mehr seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Mit einem spektakulären Hackentrick nach Freistoßflanke von Ljubinko Drulovic brachte er das Team von Trainer Vujadin Boskov bereits nach acht Minuten in Führung. Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, vergab Predrag Mijatovic, der bei seiner größten Chance in Norwegens Keeper Thomas Myhre seinen Meister fand (27.).

Im Duell mit den Technikern vom Balkan machten Norwegens Kraftfußballer ihre spielerischen Defizite mit immensem Einsatz wett. Angetrieben von dem künftigen Münchner "Löwen" Erik Mykland stellten die Skandinavier Jugoslawiens völlig neu formierte Abwehr vor einige Probleme. Allerdings war der meist mit langen Bällen angespielte Tore Andre Flo als einzige Spitze überfordert.

Mit dem Einsatz von Carew versuchte Norwegens Coach Nils-Johan Semb Mitte der von beiden Seiten sehr verbissen geführten zweiten Halbzeit die Wende einzuleiten. Der riss zwar als zweite Spitze manche Lücke für Nebenmann Flo, doch im Abschluss ließen die Skandinavier die letzte Konsequenz vermissen.

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