Sport : Nürnberg entfernt sich vom Abstieg Rostock verliert nach schwacher Leistung 0:3

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Nürnberg Jörg Berger blickte finster. Vor dem Sonntagsspiel beim 1. FC Nürnberg hatte der Trainer von Hansa Rostock noch von der enormen Bedeutung des Spiels im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt gesprochen. 90 Minuten später und um eine 0:3 (0:0)-Niederlage reicher sieht es so aus, als ob die Rostocker nach zehn Jahren absteigen werden. „Die Chancen auf den Klassenerhalt sind geringer geworden“, sagte hinterher der Rostocker Kapitän Mathias Schober, „jetzt muss schon ein Wunder her.“ Der 1. FC Nürnberg hingegen, der sieben von zehn Rückrundenspielen verloren hatte, verschaffen sich etwas Luft nach unten. Maik Wagefeld erzielte seine ersten beiden Bundesligatore und hatte entscheidenden Anteil am ersten Nürnberger Heimsieg der Rückrunde. Marek Mintal hatte vor 32 855 Zuschauern zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen. Es war sein 22. Saisontor.

Ohne das verletzte Sturmduo Robert Vittek und Markus Schroth hatte Nürnberg den besseren Beginn. Mario Cantaluppi setzte einen Freistoß von der Strafraumgrenze an die Latte, Wagefeld scheiterte mit einem Weitschuss an Schober. Die Rostocker brachten nicht eine Torchance im ersten Abschnitt zustande. „Uns hat der Abschluss gefehlt“, sagte Trainer Berger, „das reicht nicht, um im Abstiegskampf zu bestehen.“

Erst in der zweiten Halbzeit wurde Hansa mutiger. Der Finne Jari Litmanen erzielte ein Tor, das aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Fast im Gegenzug traf Wagefeld zur Führung für den Club. Hansa lief fortan dem Rückstand hinterher und lud den Gegner zu Kontern ein. Einen Freistoß köpfte Mintal ein, kurz vor Schluss traf noch einmal Wagefeld. Die Rostocker müssen sich vorwerfen lassen, viel zu wenig investiert zu haben. Das Aufbauspiel war zu durchsichtig, der Sturm blieb völlig ungefährlich. Jörg Berger verließ das Frankenstadion bedient: „Wenn wir uns nicht steigern, haben wir keine Chance.“ Tsp

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