• „Nürnberg hat bei Bayer gebettelt“ Bielefelds Torhüter Hain vermutet Absprachen im Abstiegskampf

Sport : „Nürnberg hat bei Bayer gebettelt“ Bielefelds Torhüter Hain vermutet Absprachen im Abstiegskampf

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Herr Hain, Sie haben erklärt, das Spiel Nürnberg – Leverkusen sei auf Führungsebene beider Vereine längst zugunsten von Leverkusen verschoben worden, und auf Grund dieser Absprache würde Bielefeld absteigen. Hat Ihnen Nürnbergs Vereinspräsident Roth schon mit dem Rechtsanwalt gedroht?

Nein. Ich habe ja nicht gesagt: verschoben. Aber ich bin überzeugt, dass Roth und Leverkusens Manager Calmund über das Spiel gesprochen haben. Die Spieler und Trainer haben damit aber nichts zu tun, das betone ich.

Selbst wenn Roth und Calmund gesprochen haben sollten: Glauben Sie, Nürnbergs Spieler ließen sich manipulieren?

Hundertprozentig nicht. Ich glaube auch nicht, dass Roth Einfluss nehmen wird.

Ja, aber was befürchten Sie dann?

Konkret gar nichts. Ich möchte nur, dass über diesen Punkt mal nachgedacht wird. Wenn Herr Roth nicht darum gebettelt hätte, dass Leverkusen dem 1. FC Nürnberg Spieler abkauft, damit die Nürnberger die ZweitligaLizenz bekommt, hätte ich nie etwas gesagt.

Sagen Ihre Teamkollegen etwas Ähnliches?

Bis jetzt bin ich der Einzige, der das Thema angesprochen hat und vielleicht Beschimpfungen ertragen muss. Aber ich weiß, dass andere Leute aus der ganzen Bundesliga genauso denken wie ich.

Wer beschimpft Sie denn?

Bis jetzt noch niemand, aber wer weiß denn, was noch alles kommt?

Ihre Vermutung könnte die Unsicherheit der Bielefelder Spieler im Abstiegskampf erhöhen. Andererseits hat Ihr Kollege Ansgar Brinkmann dem Team vorgeworfen, zu brav zu sein. Ist diese Aussage schädlicher als Ihr Vorstoß?

Brinkmanns Aussagen sind mit Sicherheit schädlicher. Sie sind nämlich falsch. Wir hatten bis zum 27. Spieltag die besten Zweikampfwerte, da kann keiner sagen, wir seien zu brav.

Das Gespräch führte Frank Bachner.

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