Nürnberg - Hoffenheim 0:2 : Ibisevic besiegt die Serie

Nach fünf sieglosen Spielen in der Fremde gelingt der TSG Hoffenheim in Nürnberg wieder ein Auswärtssieg. Vedad Ibisevic trifft doppelt. Die Franken haben ihrerseits mit der Niederlage eine Serie ausgebaut.

TSG-Stürmer Vedad Ibisevic (r.) erledigte den Club im Alleingang.
TSG-Stürmer Vedad Ibisevic (r.) erledigte den Club im Alleingang.Foto: dpa

Nürnberg - In einer hart geführten Partie mit vielen Fouls und zwei Platzverweisen hat sich die TSG Hoffenheim am Samstag mit 2:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg durchgesetzt und die Franken noch tiefer in die Krise geschossen. Mann des Spiels war Vedad Ibisevic, der die Partie mit zwei Treffern entschied. Nürnberg spielte mehr als eine Halbzeit in Unterzahl. Außenverteidiger Timothy Chandler hatte bereits in der 43. Minute die Rote Karte gesehen. Hoffenheims Marvin Compper musste in der Nachspielzeit nach einer Notbremse mit Rot vom Platz.

Damit ist Nürnberg das erfolgloseste Team der vergangenen zehn Spieltage. Der „Club“ holte in diesem Zeitraum nur fünf Punkte. „Wir waren schon vor dem Spiel mitten im Abstiegskampf“, sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking, „wir wissen um unsere Situation.“

Als Knackpunkt der Niederlage sah der Trainer den Platzverweis von Chandler: „Danach wurde es noch schwerer für uns. Hoffenheim hat uns keine Luft gelassen und das Spiel deswegen auch verdient gewonnen.“ Aus Sicht Chandlers hätte „Gelb gereicht, Rot war zu hart“.

Großes Thema war auch nach dem Spiel noch die Aktion von Ibisevic vor dessen erstem Treffer, als er seinen Gegenspieler Philipp Wollscheid mit dem Arm am Hals traf. „Es ist natürlich unglücklich, wenn der Gegenspieler dir davor schon ankündigt, dass es gleich wehtun wird“, sagte Wollscheid. Ibisevic wies diese Anschuldigung von sich. „Ich habe nichts Derartiges angekündigt, nur, dass ich in der zweiten Hälfte auch noch ein Tor machen werde“, sagte der Bosnier.

Nachdem Hoffenheim mit fünf Auswärtsniederlagen in Serie zuletzt den Vereinsnegativrekord eingestellt hatte, traten die Kraichgauer in Nürnberg vor etwa 35 389 Zuschauern als spielbestimmende Mannschaft auf. Nach Flanke von Fabian Johnson erzielte Ibisevic kurz vor der Halbzeit das erste Kopfballtor der Hoffenheimer in dieser Saison. Wollscheid blieb am Hals getroffen liegen, die Nürnberger protestierten, doch Schiedsrichter Jochen Drees ließ weiterspielen.

In der zweiten Halbzeit passte erneut Johnson auf Ibisevic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 abstaubte. dapd

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