Nürnberg - Hoffenheim 4:2 : Hoffenheim steckt fest im Tabellenkeller

Die Krise in Hoffenheim verschärft sich weiter: Die Mannschaft von Markus Babbel unterliegt in Nürnberg 2:4. Manager Andreas Müller steht zum Trainer. Vorerst.

Büßerhaltung. Babbel ganz klein.
Büßerhaltung. Babbel ganz klein.Foto: dpa

Die Lage für die TSG Hoffenheim und Trainer Markus Babbel wird immer prekärer. Der Bundesligist aus dem Kraichgau musste durch die verdiente 2:4 (1:2)-Niederlage beim 1. FC Nürnberg am Mittwochabend einen neuen Rückschlag im Abstiegskampf verkraften und kommt nicht vom Relegationsplatz. TSG-Manager Andreas Müller erklärte dennoch: „Markus wird am Sonntag auf der Bank sitzen. Aber wir müssen schleunigst sehen, dass wir die Kurve kriegen.“

Der überragende Hiroshi Kiyotake mit zwei Toren, Per Nilsson und Sebastian Polter machten den zweiten Heimsieg der Franken perfekt. Sven Schipplock und Sejad Salihovic per Handelfmeter trafen für die Gäste. Nach zuletzt zwei Unentschieden konnte sich der Gastgeber etwas aus dem Keller befreien, Hoffenheim und Babbel stecken dagegen weiter in der Krise.

„Es ist wichtig, nicht in Schönheit zu sterben und den Kampf anzunehmen“, hatte Hoffenheims angeschlagener Coach kurz vor dem Spiel noch einmal sein auf zwei Positionen umgebautes Team ermahnt. Und die erste Szene gehörte auch den Gästen: Nach einem schnellen Konter verzog Kevin Volland. Doch schon im Gegenzug waren alle guten Vorsätze der Gäste dahin. Wieder einmal bewies die Hoffenheimer Defensive ihre Anfälligkeit bei Standards: Ein Freistoß von Hiroshi Kiyotake segelte quer durch den Strafraum und schlug zum Entsetzen von Hoffenheims Torhüter Koen Casteels, der erneut den verletzten Tim Wiese vertrat, zur frühen Führung der Hausherren ein.

Ein Nürnberger Tiefschlaf bescherte den Gästen den Ausgleich. Völlig ungehindert konnte Volland flanken, der neu in Babbels Startelf beorderte Schipplock war zur Stelle und köpfte völlig allein gelassen von der Club-Abwehr ein.

Nach dem Wechsel stemmten sich die Gäste gegen die drohende Niederlage. Nun hatte Hoffenheim mehr Spielanteile, und vor allem Volland gab ein Lebenszeichen. Die größere Gefahr ging aber weiter von Nürnberg aus. Kiyotake hatte nach starkem Einsatz von Club-Stürmer Polter die Entscheidung auf dem Fuß, doch der Japaner vergab. Wenig später machte es dann Polter allein. Nach einem Aussetzer von Compper war der Angreifer zur Stelle und schob ein. Zwar konnte Salihovic vom Elfmeterpunkt noch einmal verkürzen, Kiyotake machte mit einem feinen Tor für die Nürnberger aber dann alles klar. (dpa)

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