Sport : Nürnberg rettet sich ein bisschen

Wolfsburg – Nürnberg 0:1

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Wolfsburg Zwei Siege hintereinander, beide ohne Gegentor, der 1. FC Nürnberg kann sich nach dem 1:0-Sieg beim VfL Wolfsburg berechtigte Hoffnungen machen, den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zu schaffen. „Man hat gemerkt, dass wir einen Riesenrucksack auf dem Rücken hatten“, sagte Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf über den Beginn des Spiels. Doch seine Mannschaft entledigte sich rechtzeitig dieses Ballasts, gewann am Ende durch das Tor von Stefan Kießling verdient gegen den VfL und wahrte dadurch den Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze. „Dieser Sieg ist Gold wert“, sagte Wolf vor allem im Hinblick auf den gleichzeitigen Auswärtserfolg der Bochumer in Kaiserslautern.

In einer über weite Strecken fahrigen Partie nutzte Kießling nach etwas mehr als einer Stunde einen Fehler von Torhüter Simon Jentzsch zur Entscheidung. „Es gibt bei uns im Moment mehrere Faktoren, die nicht stimmen“, sagte Jentzsch, der die Schuld für das Tor auf sich nahm. Er meinte vor allem den Ausfall von sechs Stammkräften und das Kompetenzgerangel zwischen Trainer Erik Gerets und Manager Thomas Strunz, die deshalb bei der Klubführung vorsprechen mussten. Dagegen befand Stefan Schnoor: „Das hat die Mannschaft nicht beeinflusst. Wir waren doch die klar bessere Mannschaft.“ Das aber traf vor 19 276 Zuschauern nur auf die Anfangsphase zu.

Martin Petrow und Thomas Brdaric hatten die ersten guten Torchancen. Allmählich aber befreiten sich die Nürnberger vom Druck und wurden selbst aktiver. In der zweiten Halbzeit nahm ihre Überlegenheit noch zu, bei Wolfsburg hingegen häuften sich die Fehler. Nach dem Rückstand durch Kießlings Kopfballtreffer über den orientierungslosen Jentzsch antworteten die Gastgeber mit kopflosen Angriffen. Die letzte Chance zum Ausgleich vergab Schnoor in der Schlussminute, als er freistehend den Ball über das Tor schoss. dpa

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