Nürnberg - Schalke 3:0 : Nürnberg siegt im Ruhemodus

Die Stimmung ist im Keller: Der FC Schalke 04 enttäuscht beim 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg und verspielt wohl den Champions-League-Platz.

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Blaues Wunder(n): Nürnbergs Markus Feulner jubelt über sein 1:0, die Schalker Fans wollen es nicht glauben.
Blaues Wunder(n): Nürnbergs Markus Feulner jubelt über sein 1:0, die Schalker Fans wollen es nicht glauben.Foto: dpa

Nürnberg - Die Spieler des 1. FC Nürnberg konnten ihr Glück kaum fassen. Mit 3:0 (1:0) hatten sie den FC Schalke 04 besiegt – und spätestens mit diesem Erfolg dürften sich die Franken vor dem Abstieg gerettet haben. „Es war ein glücklicher Sieg, da brauchen wir uns nichts vorzumachen“, sagte Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger. „Aber für uns war er sehr wichtig.“ Die Schalker hatten aufgrund ihrer nicht vorhandenen Chancenverwertung wieder eine Möglichkeit verspielt, sich reale Chancen auf einen Platz unter den ersten drei und die direkte Champions- League-Teilnahme machen zu können. „Wir brauchen nicht auf andere zu schauen. Wir müssen erst einmal unsere Pflichtaufgaben erledigen. Nürnberg war Pflicht“, sagte Schalkes Manager Horst Heldt. „Diese Partie reiht sich nahtlos in unsere Saison ein.“

Auch für Schalkes Trainer Jens Keller hat sich die Situation innerhalb von nur fünf Tagen wieder deutlich verschlechtert. Nach zwei Niederlagen – gegen Galatasaray in der Champions League und Nürnberg – dürfte sich eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus wohl erledigt haben. Der Name Armin Veh wird in Schalke wieder auffallend häufig genannt. Heldt bestätigte Gespräche mit dem derzeitigen Trainer von Eintracht Frankfurt. „Ich kann mir das gut vorstellen“, sagte er über ein mögliches Engagement seines Freundes Veh.

Das Spiel in Nürnberg begann im Modus eines Freizeitkicks – bis die Schalker nach zwölf Minuten den ersten Angriff zuwege brachten. Es war ein Solo von Jefferson Farfan, der erst zwei Gegenspieler stehen ließ und dann alleine vor Nürnbergs Torhüter Schäfer den Ball neben das Tor setzte. Zumindest fanden die Gäste ein wenig mehr Gefallen daran, offensiver zu spielen, während die Nürnberger vor allem Probleme mit sich selbst hatten. Einen Fehler von Javier Pinola nutzten die Schalker zu einem Konter über Farfan. Dessen Pass auf Julian Draxler war etwas zu ungenau. Der 19-Jährige rutschte mit dem Ball aus zwei Metern Entfernung an den Torpfosten. Die nächste Großchance war vertan.

Ab diesem Zeitpunkt entschlossen sich die Nürnberger, an der Partie teilzunehmen. Gleich mit dem ersten ernsthaften Angriff erzielten sie die Führung. Thomas Pekhart bediente Markus Feulner, der die Schalker Defensive stehen ließ und zum 1:0 verwandelte. In der zweiten Hälfte hatten sich die Schalker von Beginn an vorgenommen, ein höheres Tempo vorzulegen. Und das brachte den Club gleich in Bedrängnis. Vier Minuten nach Wiederbeginn traf Benedikt Höwedes nach einer Hereingabe von Farfan erneut nur den Pfosten. In der Folge prallten die Schalker trotz spielerischer Dominanz immer wieder an der Abwehrmauer der Nürnberger ab. Die wiederum wussten ihre Chance zu nutzen. Nach 69 Minuten war es Alexander Esswein, der mit seinem Treffer zum 2:0 die Vorentscheidung erzielte. Drei Minuten vor dem Ende traf Mike Frantz zum 3:0-Endstand.Jörg Strohschein

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