Sport : Null Punkte gegen Nürnberg

0:3 – Eisbären verlieren auch das vierte Spiel gegen die Ice Tigers

Claus Vetter

Berlin. Im Endspurt der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga geht es für viele Teams eine ganze Menge. Gestern etwa schaute mit den Nürnberg Ice Tigers eine Mannschaft bei den Eisbären vorbei, die noch um einen Rang unter den ersten vier in der Tabelle und damit um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs kämpft. Es war nicht zu übersehen, wie wichtig die Nürnberger das Spiel im Sportforum nahmen. Ihr Trainer Greg Poss verfolgte das Geschehen stehend auf der Auswechselbank zwischen seinen Spielern, und auch denen war die Anspannung anzumerken. Nürnbergs Verteidiger Lasse Kopitz etwa schlug im zweiten Drittel mit seinem Schläger heftig gegen die Bande – er wollte seine Mitspieler motivieren. Glück für Nationalspieler Kopitz, dass er ein Arbeitsgerät aus Aluminium bevorzugt, ein Holzschläger hätte die Attacke auf die Spielfeldumrandung sicher nicht überstanden. Am Ende allerdings konnten die Franken feststellen, dass sie ihre Energien nicht umsonst verschwendet hatten: Tabellenführer EHC Eisbären verlor sein Heimspiel nämlich 0:3 (0:0, 0:1, 0:2).

Die 4200 Zuschauer im Sportforum hatten ein gutes Spiel gesehen, das bis zur 32. Minute ausgeglichen war. Zu diesem Zeitpunkt kassierten die Eisbären das erste Gegentor, was angesichts der Konstellation für sie ärgerlich war: Die Eisbären durften in Überzahl spielen. Zunächst vergab Steve Walker eine gute Chance, im Anschluss daran führte ein Konter der Nürnberger zum 0:1 durch Marian Cisar. Was die Eisbären danach veranstalteten, wirkte verzweifelt. Einige fingen wohl an nachzudenken – daran, dass die sie alle drei Saisonspiele zuvor gegen Nürnberg verloren hatten. Die Berliner stellten sich ungeschickt an: Kelly Fairchild kassierte wegen Meckerns eine Spieldauerstrafe, sein Kollege Denis Pederson verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegners und musste ebenfalls im letzten Drittel in die Kabine.

Nach einem katastrophalen Abwehrfehler des Berliner Verteidigers Darryl Shannon schoss dann Greg Leeb schließlich das 2:0 für Nürnberg. Mit Thomas Greilingers Tor war dann zwei Minuten vor Schluss alles entschieden. Die Berliner haben nun gegen die Ice Tigers in dieser Saison keinen einzigen Punkt geholt: Mit dieser Hypothek starten sie in die Play-offs und müssen darauf hoffen, dass sie Nürnberg in der Endrunde aus dem Weg gehen können.

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