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Null-Punkte-Wochenende : Eisbären verlieren auch Heimspiel gegen Krefeld

Nach dem 4:7 am Freitag gegen Hamburg können sich die Eisbären auch im Duell mit den Krefeld Pinguinen nicht aus der Krise schießen und spielen bei der 2:4-Heimniederlage ihrem Tabellenplatz angemessen.

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Lichtblick. Youngster Sven Ziegler traf auch gegen Krefeld und macht zumindest Hoffnung für die Zukunft.
Lichtblick. Youngster Sven Ziegler traf auch gegen Krefeld und macht zumindest Hoffnung für die Zukunft.Foto: Imago

Auf ihr Publikum können die Eisbären stolz sein. 13.400 Zuschauer kamen am Freitag und sahen eine 4:7-Niederlage gegen Hamburg. Am Sonntag dann beim Spiel gegen die Krefeld Pinguine waren trotz eisiger Kälte 12.400 Menschen in der gut temperierten Arena am Ostbahnhof und sie ertrugen sehr geduldig eine weitere Pleite des deutschen Eishockeymeisters, die sportlich gesehen kaum noch Fragen offen lässt. Nach dem 2:4 (1:1, 0:2, 1:2) gegen die Krefelder braucht es wohl schon ein Eishockeywunder von historischer Dimension, damit die Berliner doch noch die Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erreichen. 

Der Tabellenelfte spielte am Sonntag auch wie ein Tabellenelfter. Trotzdem sagte Trainer Jeff Tomlinson später trotzig: „Noch sind zehn Spiele, noch gibt es 30 Punkte.“ Aufgeben, das gilt natürlich nicht. So sagte auch Verteidiger Frank Hördler mit leiser Stimme: „Ab jetzt haben wir nur noch Endspiele.“ Das erste davon am Freitag in Iserlohn, die Roosters rangierten vor einigen Wochen noch klar hinter den Berlinern, nun sind sie ihnen mit sieben Punkten Vorsprung fast enteilt. Bei jedem Wettanbieter dürfte es eine gute Quote auf einen Berliner Sieg geben.

Hatte sich die Mannschaft am Freitag mit der Unterstützung ihrer Fans im Rücken noch durchweg gegen die Niederlage gegen Tabellenführer Hamburg gestemmt, so war am Sonntag phasenweise schon Resignation beim ersatzgeschwächten Berliner Team zu spüren. Im zweiten Drittel waren die spielstarken Krefelder überlegen. Offensichtlich wollten sich die Pinguine für die 3:7-Heimniederlage gegen die Eisbären rehabilitieren. Das war vor zwei Wochen und hatte die Berliner nicht motiviert: Nach Krefeld hatten sie alle ihre vier Spiele verloren. 

Am Sonntag nun gingen die Gäste schnell durch Steve Hanusch in Führung, die Berliner glichen aber durch Sven Ziegler noch im ersten Drittel aus. Und auch nach dem zweiten Krefelder Tor durch Adam Courchaine im Mitteldrittel wehrten sich die Eisbären nur noch ein wenig. Trotzdem gab es großen Applaus von den Rängen - als der Stadionsprecher verkündete, dass die Nachwuchsmannschaft der Berliner in der DNL die Play-offs erreicht hat. Zeit für diese Durchsage war, schließlich waren die Schiedsrichter gerade beim Videostudium. Danach gab es aber nichts zu feiern für die Fans und die von den Play-offs weit entfernten Berliner Profis: Der Treffer von Courchaine zum 3:1 der Krefelder zählte. 

Aber ihre lichten Momente hatten die Berliner dann doch noch, im letzten Drittel sogar in Unterzahl. Mark Bell schob den Puck ins Krefelder Tor, danach kämpften die Berliner wieder. Ihre Mittel reichten aber nicht, um den Tabellendritten nachhaltig zu beeindrucken. Zumal die Eisbären zu ungestüm werkelten. Als Constantin Braun und Shawn Lalonde auf der Strafbank saßen, erhöhte Kevin Clark im 5:3-Überzahlspiel auf 4:2 für die Pinguine. 

Danach wurde es ganz still in der Arena. Einige hundert Krefelder Fans waren noch zu hören, einige Eisbären-Anhänger auch noch. Der große Rest der Zuschauer machte sich auf dem Heimweg. Zum Teil schon vor der Schlusssirene.    

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