Nullnummer in Nürnberg : Mainz bleibt auf Kurs

Mainz 05 hält Verfolger Nürnberg auf Distanz und steht weiter auf dem fünften Tabellenplatz. In einem schwachen Spiel ohne Tore können jedoch beide Mannschaften ihre Europa-League-Ambitionen nicht wirklich untermauern.

Der FSV Mainz 05 hält Kurs auf Europa. Mit der trostlosen Nullnummer beim 1. FC Nürnberg im „Endspiel“ um Platz fünf behaupteten die Mainzer am Sonntag ihre gute Ausgangsposition im Kampf um die Teilnahme an der Europa League. Nach einem ganz schwachen Spiel mit nur wenigen Strafraumszenen und ganz viel lauem Sommergekicke hielt die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel als Tabellenfünfter nach dem 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 49 Punkten den „Club“ (47) weiter auf Distanz.
„Es ist alles noch möglich, wir wollen weiter um Platz fünf kämpfen“, sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking. „Wir haben uns beide heute sehr neutralisiert. Es ist ärgerlich, dass wir nur 0:0 gespielt haben. Wir müssen uns an die eigene Nase packen.“ Bei frühsommerlichem Sonnenschein kamen beide Teams während der gesamten 90 Minuten nicht auf Bundesliga-Betriebstemperatur. Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit gab es die brisanteste Szene: Mainz-Torwart Christian Wetklo rettete mit der Hand knapp außerhalb des Strafraums - Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied aber nicht auf Rot und Freistoß, sondern pfiff erst wieder nach dem Ende der Partie.
Zuvor sahen die Zuschauer kaum Torchancen. Nach 20 zähen Anfangsminuten landete ein Freistoß von Nürnbergs Mehmet Ekici aus 25 Metern am Außennetz. Erst nach einer halben Stunde kamen die Gäste aus Mainz gefährlich in des Gegners Strafraumnähe. Doch der schön freigespielte Christian Fuchs schoss weit über das Tor (29.).
Wenig später verfehlte Elkin Soto bei der bis dato besten Möglichkeit nur knapp das Ziel (35.). Ansonsten agierten beide Teams in den ersten 45 Minuten mit größtem Respekt voreinander. Einen kleinen Aufreger gab es am Spielfeldrand, als „Club“-Stürmer Julian Schieber unabsichtlich auf den Schiedsrichter-Assistenten stürzte, dieser zu Boden ging, aber schnell wieder auf den Beinen war.
Ansonsten fehlte den Nürnbergern Kreativität und Aggressivität, um Mainz ernsthaft zu gefährden. Die Gäste verteidigten geschickt und nahmen ihren Trainer Thomas Tuchel („Wir können auch mit einem Punkt gut leben.“) beim Wort.
„Wir müssen auf unsere Chance hoffen. Wir kontrollieren das Spiel, müssen jetzt aber das 1:0 machen“, sagte FCN-Sportdirektor Martin Bader zur Pause im TV-Sender Sky. Doch auch die zweite Hälfte blieb ereignisarm. Sami Allagui schoss aus spitzem Winkel ans Außennetz (52.), André Schürrle einen Freistoß in den Himmel (56.).
Vom Gastgeber kam wenig bis nichts. Ihre Europa-League-Ambitionen untermauerten die Profis auf dem Rasen nicht durch aktives Zutun. Keine Torgefahr, kaum konstruktiver Spielaufbau, die Zuschauer hatten an diesem Nachmittag wenig Freude an ihrer Mannschaft.
Schürrle hatte nach 70 Minuten das 0:1 auf dem Fuß, als er durch den Nürnberger Strafraum spazierte und frei vor Torwart Raphael Schäfer auftauchte, den Ball aber weit übers Tor zirkelte.

(dpa)

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