Sport : Nummer 409 siegt

Kiefer erreicht in Los Angeles das Halbfinale, Nadal steht im Stuttgarter Finale

Los Angeles/Stuttgart - Zwar wird Nicolas Kiefer in der Weltrangliste derzeit nur noch auf Platz 409 geführt, aber seinen Leistungen entspricht das nicht mehr. Beim dritten Turnier nach einjähriger Verletzungspause steht der 30-Jährige aus Hannover im Halbfinale. Der mit einer Wildcard angetretene Kiefer bezwang im Viertelfinale des mit 525 000 Dollar dotierten Turniers von Los Angeles den Stuttgarter Michael Berrer mit 7:6 (7:5), 6:1. In der Vorschlussrunde trifft Kiefer nun auf den Tschechen Radek Stepanek, der Zack Fleishman aus den USA mit 6:4, 6:2 bezwang. Das zweite Semifinale bestreiten James Blake (USA), der gegen seinen Landsmann Vincent Spadea mit 7:6 (7:2), 6:4 die Oberhand behielt, und Lee Hyung-Taik. Der Südkoreaner schaltete überraschend den an Nummer drei gesetzten Russen Marat Safin mit 4:6, 7:5, 6:4 aus.

„Ich bin glücklich, das war ein großer Sieg“, sagte Kiefer. Bei den Countrywide Classic in Kalifornien sah er sich in seinem ersten Duell mit Landsmann Berrer nur im ersten Satz harter Gegenwehr ausgesetzt. Den zweiten Durchgang konnte er dann glatt zu seinen Gunsten entscheiden. „Der Tiebreak war sehr wichtig, er war der Schlüssel zum Erfolg“, urteilte Kiefer. Kiefer hatte Mitte Juni beim Turnier in Halle/Westfalen sein Comeback gefeiert und war anschließend beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon bis in die dritte Runde vorgestoßen.

Während der Ausgang der Halbfinals in Los Angeles sehr offen erscheint, gibt es beim Sandplatz-Turnier in Stuttgart nur einen Favoriten: Rafael Nadal. Der Weltranglisten-Zweite aus Spanien besiegte seinen Landsmann Feliciano Lopez 6:1, 7:5. Im Endspiel trifft er heute (15.30 Uhr/DSF) auf den aus Schweizer Stanislas Wawrinka, der 6:7 (2:7), 6:4, 6:1 gegen Juan Ignacio Chela aus SArgentinien gewann

Im zweiten Satz wurde Nadal erstmals in Stuttgart ernsthaft gefordert. „Da musste ich mich schon etwas mehr anstrengen“, sagte der 21-Jährige. Doch auch gegen seinen besten Freund auf der Tour gab sich Nadal keine Blöße und baute seine Sand-Erfolgsbilanz auf 91:1 Siege aus. „Es wäre schon ein Wunder gewesen, wenn ich gegen ihn gewonnen hätte“, sagte Lopez. dpa

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