Sport : Nummernsalat

Trotz eines Irrtums rast Motorradprofi Jenkner auf Platz drei

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Welkom (dpa). Ungläubig klopfte sich Steve Jenkner nach dem Rennen auf den Helm. Sein Glück konnte der ApriliaPilot aus Hohenstein-Ernstthal gar nicht fassen. Erst wenige Meter vor dem Zielstrich hatte nämlich der Italiener Andrea Dovizioso den bis dahin zweitplatzierten Japaner Youichi Ui abgedrängt und damit beim Großen Motorrad-Preis von Südafrika Jenkner den Weg freigemacht für Platz drei. Dritter – zum neunten Mal in seiner Karriere, zum zweiten Mal in dieser Saison, doch Steve Jenkner steht der Sinn nach mehr. „Nun ist der Sieg in zwei Wochen in Jerez das Ziel, auf das wir hinarbeiten“, kündigte der 26-Jährige an, der mit einem WM-Erfolg die zehn Jahre währende deutsche Durststrecke nach dem Titel von Dirk Raudies 1993 beenden könnte.

In der Goldgräberstadt Welkom musste Jenkner in der Klasse bis 125 ccm lediglich den beiden Honda-Piloten Daniel Pedrosa (Spanien) und Dovizioso den Vortritt lassen. Mehr war aber diesmal trotz des zwischenzeitlichen zweiten Ranges (21. Runde) auf dem welligen Kurs noch nicht drin. Und das nicht zuletzt wegen eines Missverständnisses. „Drei Runden vor Schluss habe ich auf der Boxentafel wegen der Sonne eine zwei statt der drei erkannt. Danach bin ich etwas aus dem Rhythmus gekommen, als es eine Runde länger dauerte“, sagte Jenkner, der vom sechsten Startplatz ins Rennen gegangen war.

In der Gesamtwertung rangiert der schnelle Sachse nun mit 32 Punkten nur einen Zähler hinter Pedrosa, der seinen Sieg ebenso wie einige andere ihre Platzierungen Daijiro Kato widmete. Der Japaner war am 19. April nach seinem Sturz in der MotoGP- Klasse zum WM-Auftakt in Suzuka (6. April) an seinen Verletzungen gestorben.

In der Viertelliter-Klasse feierte Manuel Poggiali (San Marino/Aprilia) den zweiten Erfolg im zweiten Rennen. Die deutschen Piloten gingen erneut leer aus. Die nach einem Sturz am Vortag mit Knieproblemen gestartete Katja Poensgen (Heppenheim) fuhr als Letzte vorzeitig an die Box. Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal), der in Suzuka nach einem Sturz bereits in der ersten Runde rausgeflogen war, schied wegen technischer Probleme ebenfalls aus. Debütant Christian Gemmel (Hettenrodt) feierte als 18. immerhin einen kleinen Achtungserfolg.

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