Sport : Nun fährt Savoldelli in Rosa

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Folgaria (dpa). Beim großen Comeback des Russen Pawel Tonkow beim Giro d’Italia hat der italienische Abfahrtspezialist Paolo Savoldelli das Rosa Trikot des Spitzenreiters übernommen. Auf der schweren zweiten Dolomiten-Etappe über vier Pässe und 222 km setzte sich der 33-jährige Giro-Sieger von 1996 Tonkow etwa 14 km vor dem Ziel am 1614 m hoch gelegenen Passo Coe von seinem letzten Begleiter ab und erkämpfte seinen sechsten Etappensieg beim Giro.

Als Zweiter mit 2:10 Minuten Rückstand auf den Russen entriss Savoldelli dem Australier Cadel Evans das erst tags zuvor von Jens Heppner (Gera) übernommene Rosa Trikot. Der Australier verlor am letzten Anstieg mehr als zehn Minuten auf den Etappensieger und büßte damit alle Chancen auf den Giro-Erfolg ein. Die Entscheidung um den Gesamtsieg dürfte nun zwischen dem Italiener und dem Amerikaner Taylor Hamilton morgen beim Zeitfahren über 40 km fallen.

Jens Heppner fiel auf der schweren Bergetappe noch weiter zurück. Mit 18 Rosa Trikots im Gepäck blickte der Thüringer dennoch zufrieden auf die elf ereignisreichsten Tage seiner zwölfjährigen Rad-Karriere zurück. „Es war eine schöne Zeit, aber mir war klar, dass ich die schwere Dolomiten-Etappe nicht im Rosa Trikot überstehen würde“, sagte der 37 Jahre alte Routinier vom Team Telekom. „Jetzt wird es schwer, am Schluss in Mailand noch unter die besten Zehn zu kommen“, meinte Heppner, der genug Trikots gesammelt hat, um jedem seiner Team-Kollegen eines abzugeben. Die Veranstalter waren spendabel und statteten „Nonno Heppner“ („Opa Heppner“), wie ihn die italienische Presse nennt, mit sieben Extra-Trikots aus.

Noch keine Ergebnisse liegen nach der letzten Doping-Razzia der italienischen Polizei vor. Am Mittwoch waren in Corvara Hotelzimmer von vier Teams durchsucht worden.

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