Sport : Nur die Canadier enttäuschen Deutsche Boote überzeugen bei Kanu-WM

Allein im Boot. Katrin Wagner-Augustin dominierte ihre Vorläufe. Foto: dpa
Allein im Boot. Katrin Wagner-Augustin dominierte ihre Vorläufe. Foto: dpaFoto: dpa

Posen - Die deutschen Kanuten haben sich bei der WM in Posen in Vorläufen und Halbfinals insgesamt in guter Form gezeigt. Nur im Canadier-Zweier gab es wie über 1000 Meter auch über 500 Meter eine Enttäuschung. Erstmals seit sieben Jahren wird es hier keine Medaille geben. Nach dem Halbfinal-K.o. von Erik Leue und Thomas Lück im Rennen über einen Kilometer am Donnerstag schieden auch Tomasz Wylenzek und Chris Wend am Freitag über die halbe Distanz schon im Vorlauf als Letzte aus. „Dass sie nicht mal eine Runde weiterkommen, ist schon bedenklich“, sagte Jens Kahl, der Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbands. In den beiden Canadier-Bootsklassen hatten deutsche Athleten im Vorjahr noch jeweils den WM-Titel geholt.

Im Gegensatz dazu präsentierten sich die anderen Kanuten souverän. Die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin gewann im Kajak-Einer ihren Vorlauf und führte den Vierer ins Finale. „Perfekt. So kann es weitergehen“, sagte die 32-Jährige. Als Halbfinal-Sieger kam auch Max Hoff im Kajak-Einer wie schon über 1000 Meter auch am Freitag über 500 Meter weiter. Damit greift der DKV am heutigen Samstag in sieben der acht 1000-Meter-Finals nach Medaillen. Über 500 Meter sind am Sonntag noch sechs Medaillen möglich. Dazu werden am Wochenende noch WM-Titel über 200 und 5000 Meter vergeben.

Der Canadier-Zweier über 500 Meter ist zwar nicht mehr olympisch und hat damit nicht mehr erste Priorität – aber ein letzter Platz im Vorlauf ist der erfolgsverwöhnte DKV nicht gewohnt. Allerdings gab es in beiden Canadier-Zweier-Disziplinen auch Probleme. Robert Nuck fiel verletzt aus und konnte so seinen 500-Meter-WM-Titel mit Stefan Holtz nicht verteidigen. Zwischen den 1000-Meter-Champions Leue und Wylenzek passte es in diesem Jahr untereinander nicht. Daher gingen in beiden Klassen schwächere Boote als 2009 an den Start. „Aber der C2 über 1000 Meter muss in einem Jahr sitzen“, sagte Canadier-Trainer Kay Vesely mit Blick auf die WM 2011, bei der es um die Quotenplätze für Olympia geht. Man müsse Lehren aus dem Abschneiden ziehen.

In die 500-Meter-Finals zogen dagegen noch Carolin Leonhardt/Silke Hörmann im Kajak-Zweier, Sebastian Brendel im Canadier-Einer und Martin Hollstein/Andreas Ihle im Kajak-Zweier ein. dpa

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