Sport : Nur ein kurzes Zucken

Die Favoritinnen setzen sich bei den German Open durch

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„Bumm“ machte es, und Venus Williams zuckte kurz zusammen. Kein Wunder, war sie doch kurz zuvor gefragt worden, ob sie von dem Bombenattentat in der Olympiastadt Athen gehört hätte, wo eine griechische Extremistengruppe eine Bombe vor einer Polizeistation gezündet hatte, die Sachschaden verursacht hatte. Auch in Berlin ist nichts Tragisches passiert, Venus Williams hatte lediglich versehentlich mit der Hand den Mikrofonkopf berührt, was in den Lautsprechern wie ein Knall wirkte. Zur ersten Frage sagte Venus Williams: „Ich lese die Zeitungen nicht so oft, wie ich es sollte, ich lebe zu sehr in der Tenniswelt.“

Die Tenniswelt lebt auch von Venus Williams. Bei ihrem ersten Auftritt war der Centre Court im Grunewald nahezu voll besetzt. Die 23jährige US-Amerikanerin, die bei den German Open an Nummer drei gesetzt ist, besiegte dabei die Griechin Eleni Daniilidou mit einiger Mühe 7:5, 6:3. Weil Williams nicht ihr bestes Tennis spielte, konnte die in ihren Nationalfarben gekleidete Griechin einige spektakuläre Punkte erzielen. 2:0 ging sie im zweiten Satz in Führung, dann aber machte die Amerikanerin ernst, und Daniilidou unterliefen mehr Fehler. „Ich habe gewusst, dass ich gewinnen werde“, sagte Williams.

Eine weitere Favoritin tat sich schwer am dritten Tag der German Open. Die an Nummer eins gesetzte Belgierin Kim Clijsters gab beim 6:3, 2:6, 6:4 sogar einen Satz an die Spanierin Marta Marrero ab. „Es ist manchmal ganz gut, wenn man zu kämpfen hat“, sagte Clijsters, „ich bin nicht hierher gekommen in der Erwartung, alle Matches zu eins zu gewinnen.“ In Berlin tritt sie wegen einer Handgelenksverletzung mit einer Bandage an. „Man kann sich daran nicht gewöhnen, weil sie einen einschränkt“, sagte die Vorjahresfinalistin.

Große Überraschungen sind bei den German Open bisher ausgeblieben. Lediglich die Russin Wera Zwonarewa (1:6, 7:6, 1:6 gegen Fabiola Zuluaga) schaffte es gestern als gesetzte Spielerin nicht ins Achtelfinale. Zuvor war von den Gesetzten nur die Spanierin Conchita Martinez ausgeschieden. ben

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