Sport : Nur eine wird gefürchtet

Benedikt Voigt erkennt noch keine Wende im deutschen Alpinteam

Benedikt Voigt

Tut sich da vielleicht etwas bei den alpinen Skirennläufern aus deutschen Landen? Etwas Positives gar? Am vergangenen Wochenende durfte Maria Riesch zweimal im Zielraum lautstark juchzen, mit einem dritten und einem fünften Platz in St. Moritz hat sie sich endgültig in der Elite der Skidamen zurückgemeldet. Und gestern spritzte auch noch Felix Neureuther mit Champagner das Podest in Alta Badia nass, ein zweiter Platz im Slalom bildete den Anlass dafür. Ist damit auch die Wende im bislang so erfolglosen alpinen Skiteam erreicht?

Ja und nein. Ja, weil die Protagonisten Riesch und Neureuther diejenigen sind, von denen man sich ohnehin Erfolgsmeldungen in diesem Winter versprochen hatte. Auf Maria Riesch ruhten nicht nur Gerd Rubenbauers Hoffnungen, weil sie als viermalige Weltcupsiegerin ihr Potenzial längst unter Beweis gestellt hat. Sie ist die Einzige im deutschen Team, die von den Österreicherinnen und Amerikanerinnen gefürchtet wird. Und bei Felix Neureuther, so unfair das ist, verpflichtet schon der Name zu Topleistungen. Doch bisher hatte es der 23-Jährige im Weltcup erst zweimal aufs Podest geschafft, gestern das dritte Mal. Womöglich ist nun einiger Druck von ihm abgefallen.

Doch es fehlen die Überraschungen im deutschen Team. Kathrin Hölzl, Viktoria Rebensburg, Anja Blieninger, Fanny Chmelar fahren weiter hinterher wie ihre männlichen Kollegen Johannes Stehle oder Stephan Keppler. Deshalb kann man zwar seit gestern nicht mehr schreiben, dass sich im deutschen Team nichts tue. Es tut sich was, allerdings noch zu wenig.

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