Sport : Nur Hannes Dotzler hält bei der Tour de Ski Anschluss

Toblach - Die Königsetappe der Tour de Ski hat im Gesamtklassement einiges gerade gerückt und die deutschen Langläufer auf den Boden der Realität zurückgeholt. Nur Hannes Dotzler aus Sonthofen konnte auf dem fünften Teilstück seine am Neujahrstag gezeigte Leistung annähernd wiederholen und mit Platz zwölf im Verfolgungsrennen über 35 Kilometer einen Sprung nach vorn machen. Den Tagessieg sicherte sich Weltcup-Spitzenreiter Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen, dessen Vorsprung in der Tour-Wertung auf seinen Teamkollegen Petter Northug vor den beiden Schlussetappen am Samstag und Sonntag in Val di Fiemme auf über eine Minute anwuchs.

„Wenn keine steilen Berge drin sind, schaffe ich auch ein langes Freistilrennen“, sagte Dotzler nach dem Rennen lächelnd und blickte schon voraus: „Ich bin nicht der Schnellste in der Regeneration, insofern muss man sehen, wie es bis morgen aussieht. Der 15-Kilometer-Klassiklauf am Samstag ist schon eher mein Ding“. Sein Teamkollege Tim Tscharnke wird dann nicht mehr dabei sein. „Ich schiebe jetzt noch eine Trainingsphase ein, muss etwas an den Grundlagen arbeiten“, sagte der Biberauer, der als 21. eine solide Leistung ablieferte.

Bei den Frauen verpasste Katrin Zeller aus Oberstdorf als 17. über 15 Kilometer erneut die Normerfüllung für die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Mit dem Ausgang des Rennens hatte sie nichts zu tun. Spitzenreiterin Astrid Jacobsen konnte überraschend den Angriff ihrer norwegischen Teamkollegin Therese Johaug parieren und geht mit 43 Sekunden Vorsprung ins Tour-Finale.

„Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl für das Rennen, doch in den Abfahrten lief mein Ski nicht. Als dann die nach mir gestartete Gruppe heran war, hatte ich keine Chance mehr, dranzubleiben“, sagte Zeller. So wie der Oberstdorferin erging es auch Steffi Böhler aus Ibach und Claudia Nystad (Oberwiesenthal). Sie kamen als 23. und 33. ins Ziel. Nystad war dabei auch noch mit Schmerzen ins Rennen gegangen, die sich noch verstärkten. „Es war offensichtlich, dass wir in den Abfahrten ein Problem hatten“, sagte Frank Ullrich. Aus Sicht des Bundestrainers „wäre definitiv mehr möglich gewesen“. dpa

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