Sport : Nur hinterher geschlittert

Kein deutscher Langläufer kommt beim Weltcup-Auftakt unter die besten 20

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Wenig erwartet. Für Bundestrainer Behle zählt nur die Olympiavorbereitung. Foto: dpadpa

Beitostölen - Schwacher Start der deutschen Skilangläufer: Beim Weltcup-Auftakt in Beitostölen gab es eines der schlechtesten Ergebnisse der jüngeren Geschichte. Nicht ein einziger DSV-Athlet schaffte in Norwegen einen Platz unter den besten 20. Der junge Tim Tscharnke aus Biberau war bei den Männern als 21. stärkster Läufer, bei den Frauen war Klassik-Spezialistin Katrin Zeller als 26. am Auffälligsten, einen Platz hinter ihr landete Evi Sachenbacher-Stehle. Beide kamen mehr als zwei Minuten nach Siegerin Marit Björgen aus Norwegen ins Ziel, die mit ihrem überlegenen Erfolg ihre Frühform bewies. Bei den Männern gewann ihr Landsmann Ronny Andre Hafsaas – bei seinem erst zweiten Weltcupstart.

„Es war von vornherein klar, dass es nicht so besonders erfolgreich werden würde“, sagte Bundestrainer Jochen Behle, der auf die fehlende Wettkampfhärte verwies. In der Vorbereitung hatte das Trainer-Team bewusst auf Vergleichswettkämpfe verzichtet. „Wir wollten in Muonio ein ordentliches Trainingslager durchziehen, denn der Saisonhöhepunkt ist im Februar“, die Olympischen Spiele. „Also war klar, dass wir ein hartes Wettkampftempo nicht unbedingt mitgehen können“, sagte Behle. Hinzu sei in Beitostölen die schnelle, teilweise eisige Spur gekommen, womit sich die Spitzenleute schwergetan hätten.

Darauf verwies auch Tobias Angerer, der sehr zuversichtlich in das Rennen gegangen war. „Mir fehlte einfach die Härte. Als ich mit dem Russen Legkow mitgehen konnte, wurde ich auch richtig schnell. Insofern bin ich gar nicht so unzufrieden. Platz 24 ist aber nicht das, was ich mir vorstelle“, sagte der Vachendorfer. Selbstkritisch war der auf Platz 29 gelandete Oberwiesenthaler René Sommerfeldt. Er sei am Anfang zu schnell gewesen, und „auf dem glatten Untergrund hatte ich zudem Probleme, mich richtig abzudrücken. Insgesamt war es nicht so doll“, sagte der Routinier, der seine letzte Saison bestreitet. dpa

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