Sport : Nur Makaay hat Mühe

Bayern München gewinnt im DFB-Pokal 5:0 in Neunkirchen

Daniel Meuren

Neunkirchen. Willi Ertz stand vor dem Spiel enttäuscht an der Mittelline. Als das Team von Bayern München einlief, war weder Präsident Franz Beckenbauer noch Torwarttrainer Sepp Maier zu sehen. Und somit niemand, der vor dem DFB-Pokalspiel bei Borussia Neunkirchen Furcht vor der magischen Wirkung des „Mannes mit den tausend Händen“ hätte haben können. Ertz, heute Kotrainer des Oberliga-Vereins, hatte als Borussen-Torwart in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga 1964 Beckenbauer und Maier mit zahlreichen Glanztaten den Sprung in die Erstklassigkeit vermasselt.

Ohne den Nervositätsschub durch Beckenbauer und Maier gab es für die Bayern dann keinen Anlass zur Sorge. Entspannt tat der Titelverteidiger beim 5:0 (2:0)-Sieg vor 22 500 Zuschauern im ausverkauften Ellenfeld-Stadion seine Pflicht. Bereits nach 14 Minuten führten die Bayern nach einem Kopfballtreffer von Santa Cruz und einem Foulelfmeter von Ballack mit 2:0. Nach der Pause legte Santa Cruz, erstmals nach einer vier Monate langen Pause im Einsatz, noch zwei Mal nach. Scholl sorgte für den Endstand.

Erstaunlich war, wie wenig Millionen-Einkauf Roy Makaay im Sturm der Bayern zustande brachte. Erst kurz vor der Pause setzte sich der Niederländer erstmals in Szene, scheiterte aber unbedrängt an Neunkirchens Torwart Purket. Später provozierte der Niederländer für einen schwachen Schussversuch gar Rufe nach Giovane Elber. „Makaay wird bald sein erstes Tor erzielen“, meinte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld diplomatisch. Makaays Gegenspieler Thorsten Freyer wurde deutlicher: „Herr Makaay scheint mir etwas zu arrogant. So findet der nicht ins Bayern-Spiel.“

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