Sport : Nur nicht versanden

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Es ist in der allgemeinen Tennisbegeisterung an diesem Wochenende ein wenig untergegangen: Sabine Lisicki war nicht die einzige deutsche Sportlerin, die ein wichtiges Finale verloren hat und sich trotzdem freuen konnte. Britta Büthe und Karla Borger durften eine überraschende WM-Silbermedaille feiern. Sie haben unterstrichen, dass Beachvolleyball made in Germany eine aufstrebende Sportart ist.

Nach der Sensationsgoldmedaille von Julius Brink und Jonas Reckermann bei den Olympischen Spielen von London hat der Deutsche Volleyball-Verband noch mehr zu bieten. Die WM-Zweiten waren nur eines von vier Frauen-Paaren, die bei der WM realistische Medaillenchancen besaßen. Bei den Herren spielte trotz der Absage von Julius Brink ebenfalls ein deutsches Paar um die vordersten Plätze, am Ende holten Jonathan Erdmann und Kay Matysik Bronze. Das alles verheißt für künftige sportliche Höhepunkte Gutes.

Nun aber muss auch das Umfeld der Beachvolleyballer professioneller werden. Der Fernsehvertrag mit dem Pay-TV-Sender Sky ist nur ein erster Schritt. Vermarktung und Darstellung der Beachvolleyballer müssen sich verbessern, es darf nicht mehr passieren, dass die WM-Silbermedaille von Britta Büthe und Karla Borger in einer großen deutschen Sonntagszeitung noch nicht einmal als Kurzmeldung Erwähnung findet. Auch dürfen die Live-Fernsehbilder nicht mehr nur im Pay-TV verschwinden. Auch das haben die beiden Beachvolleyballerinnen mit Sabine Lisicki gemeinsam. Leider.

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