Sport : Nur nicht zu viel Harmonie

Dortmund muss vor Eindhoven erst mal Frings in Griff bekommen

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Dortmund (dpa). Zwei Mal blieb die Tür zur Zwischenrunde der FußballChampions- League zuletzt verschlossen, nun steht sie für Borussia Dortmund weit offen. Mit einem Sieg gegen den PSV Eindhoven könnte für Dortmund der seit Jahren gehegte Traum von der Rückkehr in den Kreis der besten 16 europäischen Mannschaften vorzeitig Wirklichkeit werden. Mit Hoffnung auf weitere Zahltage und einen steigenden Aktienkurs erinnerte BVB-Manager Meier die Profis mit Nachdruck an die Bedeutung der Partie am heutigen Dienstag im Westfalenstadion (20 Uhr 45 Uhr, live bei Premiere): „Das ist ein Endspiel. Mit einem Sieg können wir den Sack zumachen. Und diese Chance dürfen wir nicht leichtfertig aus der Hand geben.“ Bei einem Sieg gegen den Tabellen-Zweiten der niederländischen Ehrendivison und einem Punktverlust von Auxerre bei Arsenal London wäre der Einzug in die Zwischenrunde bereits zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde gesichert.

Doch ausgerechnet vor dem wichtigen Duell mit dem 16-maligen niederländischen Landesmeister gibt es intern Probleme beim Deutschen Meister. Erstmals wurde Kritik an Mitspielern laut. „Mit jemandem, der nach vergebenen Torchancen grinsend zurückläuft, kannst du kein Spiel gewinnen“, schimpfte Torsten Frings nach dem 0:0 von Dortmund gegen Bielefeld. Zwar dementierte der ehemalige Bremer einen Tag später, damit den provokativen Auftritt von Amoroso gemeint zu haben, erhielt aber von Sportmanager Michael Zorc umgehend einen Rüffel: „Solche Äußerungen gehören nicht in die Öffentlichkeit. Das hat Torsten mittlerweile eingesehen.“ Auch Trainer Matthias Sammer versuchte zu beruhigen. „Ich möchte betonen, dass Frings keine Namen genannt hat. Außerdem hatte Amoroso gar keine Torchance.“

Gleichwohl sorgt der Brasilianer für Unruhe. Nur verbal lässt der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison derzeit besonderen Ehrgeiz erkennen. „Es wäre fatal, wenn wir mit der Einstellung ins Spiel gehen, dass wir uns eigentlich schon für die zweite Runde qualifiziert haben“, sagte Amoroso dem Fachmagazin „Kicker“. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass der verärgerte Sammer dem Torjäger erneut von Beginn an das Vertrauen schenkt. Stattdessen könnte der Coach wieder auf eine Variante mit nur zwei Sturmspitzen zurückgreifen. Für den an der Nase operierten Metzelder dürfte Madouni ins Team rücken.

Ähnlich wie die Borussia offenbarte auch der PSV Eindhoven bei der Generalprobe Schwächen. Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Roda Kerkrade musste das Team von Guus Hiddink die Tabellenführung an Ajax Amsterdam abtreten.

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