Sport : Nur nicht zweifeln

Pleite in Quakenbrück – Alba glaubt an Platz eins

Benedikt Voigt

Berlin - Am Samstagabend hat sich plötzlich der Spielplan von Alba Berlin geändert. Zuvor datierte der Beginn der Play-offs in der Basketball-Bundesliga auf das Wochenende vom 14. und 15. Mai. Nun aber sagt Trainer Henrik Rödl: „Für uns fangen die Play-offs schon am nächsten Sonntag an.“ Dann nämlich kann sich Alba Berlin mit einem Sieg über Trier im letzten Spiel der Hauptrunde Platz eins sichern. Die erste Gelegenheit dazu hat seine Mannschaft allerdings ausgelassen.

Beim 83:90 in Quakenbrück bezog Alba die achte Auswärtsniederlage der Saison. „Man sollte das Spiel nicht überbewerten“, sagt Rödl, „wir müssen jetzt nicht an der Mannschaft zweifeln.“ Allerdings konnten seine Spieler nicht an die Leistung aus dem Spitzenspiel gegen Köln anknüpfen. Immerhin setzten sich nicht die Streitigkeiten zwischen den Verantwortlichen beider Vereine aus dem Hinspiel fort. „Ich habe Trainer Chris Fleming wie üblich die Hand gegeben“, sagt Rödl. Auch sein Team war im Spiel ein freundlicher Gast. „Am Anfang war die Konzentration nicht da“, sagt Rödl.

So muss Alba vor dem letzten Spieltag rechnen. Ein Erfolg über Trier sichert auf jeden Fall den ersten Platz. Dieser wäre wichtig, weil er dem Team bis zum Finale den Heimvorteil sichert. Zu Hause hat Alba in dieser Spielzeit noch kein Bundesligaspiel verloren. Außerdem bringt der erste Platz Punkte für die Europaligawertung. „Das wäre eine feine Sache für uns, nach allem was in dieser Saison passiert ist“, sagt Rödl.

Sogar eine Niederlage im letzten Saisonspiel könnte zum Spitzenplatz reichen: Wenn Bamberg verliert und Köln nicht seine zwei restlichen Spiele gewinnt. Ohnehin kann Alba nicht weiter als auf Platz zwei abrutschen, selbst wenn Alba (42:16), Bamberg (40:18) und Köln (38:18) nach dem letzten Spieltag punktgleich sein sollten. Als Gegner für Alba kommen Ludwigsburg, Oldenburg und Bonn in Frage. Rödl bevorzugt aufgrund vergangener Play-off-Serien Bonn, „das wäre für das Umfeld schön“. Sportlich aber sei der Name des Gegners nicht so wichtig. „Für den Wettkampf ist das egal, jede Mannschaft wird sich für die Play-offs neu einstellen.“ Er wolle das auch tun. Und zwar bereits in der kommenden Woche. Denn am nächsten Sonntag beginnen bekanntlich für Alba die Play-offs.

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