Sport : „Nur noch Bier im Sinn“ Wer für Österreich trifft, bekommt lebenslang Bier

Herr Menz, Ihre Brauerei „Ottakringer“ hat jedem Torschützen der österreichischen Nationalelf im heutigen Spiel gegen Polen lebenslang Bier versprochen.





Sie irren sich. Wir haben allen unseren Torschützen bei dieser EM lebenslang Bier versprochen. Unser Versprechen richtet sich insbesondere auch an die, die gegen unseren Lieblingsgegner Deutschland treffen.

Wir nahmen an, die Österreicher seien ein Volk der Weintrinker.

Sie irren sich schon wieder. Wir sind ein Volk der Genießer. Deshalb trinken wir gern guten Wein – und gutes Bier.

In Deutschland warb die Nationalelf jahrelang für den Slogan „Keine Macht den Drogen“. Ist es nicht paradox, ausgerechnet Höchstleistungssportler mit Bier ohne Ende zu belohnen?

Unser Angebot ist nicht als legales Doping vor dem Spiel gedacht, sondern als Freudenspender danach. Und der Spieler muss das Bier auch nicht allein austrinken, sondern kann seinen Teamkollegen gern einen Schluck abgeben.

Sie raten Ihren Kickern also dazu, während des Turniers Bier zu trinken.

Bier ist ein elektrolytisches Getränk, aber der Spieler hat auch nach der Euro noch genügend Zeit. Unser Angebot gilt ja lebenslänglich.

Was passiert, wenn ein Spieler gleich drei-, vier Mal treffen sollte? Kann er seine überschüssigen Kontingente an seine Passgeber übertragen?

Ich kann ihm, selbst wenn ich wollte, keine fünf Leben schenken. Aber, wie gesagt, es steht ihm jederzeit frei, auch seine Teamkameraden zu einem „Ottakringer“ einzuladen.

Ihre Aktion ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Österreicher ihrem Team nicht allzu viel zutrauen.

Natürlich ist ein Augenzwinkern mit dabei. Es ist typisch für uns Österreicher, dass wir die Realität stets mit einem Witz verbinden. Gerade im Fußball wird die Realität so auch deutlich erträglicher.

Glauben Sie wirklich, dass Ihr Versprechen die wankende Hickersberger-Mannschaft noch mal auf Trab bringt?

Ich bin sicher, alle Mental- und Fitnesstrainer sind nach dieser Aktion mit ihrem Latein am Ende. Die Jungs haben ab sofort nichts anderes mehr im Sinn als das Bier. So schaffen wir auch das Viertelfinale.

Das Gespräch führte Tim Jürgens.

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