Sport : Nur noch zwei

Heinz Wewering wird bester Trabrennfahrer aller Zeiten

Heiko Lingk

Seit rund zehn Jahren darf sich der Berliner Michael Hönemann vor einem Trabrennen einen silberfarbenen Helm aufsetzen. Dieser Kopfschutz weist ihn als zweitbesten Trabrennfahrer Deutschlands aus. Der goldene Helm jedoch für den besten Fahrer gehört seit 26 Jahren ohne jede Unterbrechung einem Konkurrenten: Heinz Wewering. Hönemann sagt: „Heinz Wewering kann man mit uns anderen Fahrern im Grunde gar nicht vergleichen.“

Zwei Siege fehlen Heinz Wewering noch, dann wird er der erfolgreichste Sulkyprofi aller Zeiten sein. Bisher fuhr der 53-Jährige 14 897-mal als Erster über die Ziellinie. Nur noch ein einziger Konkurrent steht mit 14 898 Siegen in der ewigen Bestenliste der Trabrennfahrer knapp vor ihm: der zehn Jahre ältere Kanadier Hervé Filion. Alle anderen Gegner liegen mit über tausend Punkten Rückstand abgeschlagen zurück. Wenn Heinz Wewering die neue Marke setzt, kann dies durchaus ein Weltrekord für die Ewigkeit sein. Dass ihm dieser Rekord bald gehören wird, ist sicher. Denn während Hervé Filion nur noch sporadisch in den Sulky steigt, spult der Deutsche Meister sein Pensum mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks herunter.

Seinen 14 000. Sieg errang Heinz Wewering mit einem Pferd, das auf den Namen He-is-the-best hörte. Das gilt auch für Wewering. Doch seine Karriere beruht nicht nur auf Talent, sondern auf harter Arbeit. Sieben Tage pro Woche trainiert Heinz Wewering mit einem seiner aktuell etwa 150 Pferde. „Dort werden die Rennen in Wirklichkeit gewonnen, nicht erst auf der Zielgeraden vor dem Publikum.“ Sein Trainingspensum ist außerordentlich, dennoch weiß Wewering, dass er seine Erfolge nicht alleine erringt. „Die Pferde sind meine Partner und nicht irgendwelche namenlosen Geschöpfe“, sagt Wewering, „sie sind Hochleistungssportler – und sie sind die eigentlichen Stars.“

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