Sport : Nur sieben Minuten auf Augenhöhe Alba ist beim 65:96 in Tel Aviv chancenlos

Tel Aviv - So sehr sich die Basketballer von Alba Berlin auf die Spiele gegen die besten Mannschaften Europas gefreut hatten – am Donnerstagabend bekamen sie die unangenehme Seite dieses Privilegs zu spüren. Zum Auftakt der Europaliga-Zwischenrunde blieben die Berliner vor 11 000 Zuschauern beim israelischen Rekordmeister Maccabi Tel Aviv völlig chancenlos und verloren überaus deutlich mit 65:96 (32:49). Viel zu schnell, groß, athletisch, treffsicher und auf allen Positionen ausgeglichen gut besetzt zeigte sich Maccabi, einer der Topfavoriten auf den Titel in der Europaliga. „Das war eine böse Niederlage“, sagte Albas Trainer Luka Pavicevic. „Aber wir wussten, dass das in so einer schweren Gruppe passieren kann.“

Nur bis zum Stand von 17:17 nach knapp sieben Minuten konnte Alba mithalten, dann schloss Maccabi das erste Viertel mit einem 10:3-Endspurt ab. Immer wieder fand Aufbauspieler Carlos Arroyo seine Mitspieler in Korbnähe, wo Alba den neu verpflichteten aber noch nicht nach Israel mitgereisten Center Kenny Adeleke schmerzlich vermisste.

Die Gastgeber wechselten ihre Formation im Minutentakt, ohne dass ein Bruch in ihr Angriffsspiel kam. Bei den Berlinern hielten allein Immanuel McElroy (am Ende mit 17 Punkten) Ansu Sesay (15) und Julius Jenkins (14) zumeist mit Einzelaktionen dagegen. Maccabi traf in fast jedem Angriff und setzte sich immer deutlicher ab. „Wir haben Maccabi erlaubt, unsere vielen Fehlwürfe und Ballverluste zu Punkten zu machen“, sagte Pavicevic. „Das hat uns große Probleme bereitet.“

Am kommenden Donnerstag hat Alba die Gelegenheit, es besser zu machen: Zu Gast ist Real Madrid, das den FC Barcelona im zweiten Spiel der Gruppe F 85:83 besiegte. „Heute war der Unterschied zwischen beiden Mannschaften groß“, sagte Immanuel McElroy. „Aber schon im nächsten Spiel kann wieder alles anders laufen.“ Tsp

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