Sport : Nur sportlich läuft es

Der HSV schlägt nach Sammers Absage Frankfurt 1:0

Ins Tor gerutscht. Hamburgs kroatischer Stürmer Mladen Petric erzielt am Freitag in Frankfurt seinen fünften Saisontreffer. Foto: dpa
Ins Tor gerutscht. Hamburgs kroatischer Stürmer Mladen Petric erzielt am Freitag in Frankfurt seinen fünften Saisontreffer. Foto:...Foto: dpa

Hamburg - Armin Veh wirkte genervt von dem ganzen Theater um die gescheiterte Verpflichtung von Matthias Sammer als neuem Sportdirektor. „Es ist in den letzten Tagen der Eindruck entstanden, als würden wir gar nicht mehr spielen“, sagte der Trainer des Hamburger SV. Dass dem nicht so ist, hat seine Mannschaft anschließend unter Beweis gestellt und das sogar erfolgreich. Mladen Petric führte den Bundesligisten am Freitagabend zum 1:0 (0:0) über Eintracht Frankfurt und nach dem 1:0 bei Schalke 04 zum zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel. Der eingewechselte kroatische Nationalspieler war nach seiner zweimonatigen Verletzungspause mit seinem fünften Saisontor der Matchwinner.

Der HSV strebt mit nun 30 Punkten als Tabellensechster wieder nach einem Europapokalplatz. Gegen den laut Eintracht-Coach Michael Skibbe „allerletzten Kader“ der Frankfurter machten die Hamburger zunächst Druck, als habe es das Theater um Sammer und das Angebot von Real Madrid für Stürmer Ruud van Nistelrooy nie gegeben. Allerdings verflachte das Spiel zusehends gegen die defensiven Hessen. Einziger Aufreger vor der Pause war ein heftiger Zusammenprall von Hamburgs Gojko Kacar und Frankfurts Alexander Meier, nach dem beide ausgewechselt werden mussten.

Erst nach dem Wechsel machte der HSV nach der Einwechselung Petrics Dampf. Die Gastgeber profitierten allerdings auch vom Verletzungspech der Hessen. Eintracht-Trainer Skibbe, der vor der Partie die endgültige Übereinkunft mit Vorstands-Chef Heribert Bruchhagen über eine Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr bestätigt hatte, musste bereits vor Meiers Ausfall auf insgesamt zehn verletzte oder gesperrte Spieler verzichten. Die Defensiv-Spieler Nikola Petkovic und Sebastian Rode standen gar zum ersten Mal überhaupt in einem Bundesligaspiel auf dem Rasen. Und so fiel auch das Hamburger Siegtor nach einem Fehler Petkovics. Tsp/dpa

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