Sport : Nur starke Nerven helfen gegen Dresden

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Halten die Nerven oder halten sie nicht? Das ist die entscheidende Frage vor dem zweiten Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft zwischen den Volley Cats und dem Dresdner SC heute (geänderte Anfangszeit: 16 Uhr) im Sportforum Hohenschönhausen. Das erste Spiel verloren die Berlinerinnen in Dresden 1:3 (27:29, 25:23, 22:25, 13:25) - heute müssen sie gewinnen, damit es morgen noch zu einem Entscheidungsspiel in der Serie "Best of three" um den Einzug ins Halbfinale kommt.

Dass die Volley Cats Titelverteidiger Dresden schlagen können, haben sie mit zwei Siegen in der Normalrunde bewiesen. Nicht an der fehlenden sportlichen, sondern an der mentalen Stärke wird die Mannschaft von Trainer Mirko Culic möglicherweise scheitern - nicht zum ersten Mal. "Wenn wir nicht Favorit waren, haben wir die Leistung gebracht, als Favorit streckenweise versagt, unter Druck mal so, mal so gespielt", sagt Manager Siegbert Brutschin, "ich habe kein stabiles Gefühl." In Dresden vergaben die Volley Cats im ersten Satz vier Satzbälle und überzeugten kämpferisch, bis sich die Gastgeber im letzten Durchgang "in einen Rausch spielten" (Brutschin).

Bei einem Ausscheiden wäre laut Brutschin das Saisonziel "nicht erreicht, wir sind an den Chancen serienweise vorbeigegangen. Mit relativ wenig mehr Aufwand könnten wir jetzt auch Zweiter sein". Dann nämlich, wenn gegen schwächere Gegner nicht immer wieder Punkte abgegeben worden wären. Die Zielsetzung sei gewesen, am Saisonende sagen zu können, "wir haben das Optimale erreicht". Wenn gegen Dresden die Nerven zu sehr flattern, wird es damit nichts werden.

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