Sport : Öl und Spiele

Christian Hönicke empfiehlt die Opec als Retter für Fußballklubs

Christian Hönicke

Leider macht die Finanzkrise auch um den Sport keinen Bogen. Die englischen Erstliga-Fußballklubs Newcastle und Manchester United müssen das beispielsweise gerade erfahren. Ihre Trikotsponsoren Northern Rock Bank beziehungsweise der Versicherungskonzern AIG sind arg in Schieflage geraten und können nur dank staatlicher Hilfe ihre Millionen überweisen. Verantwortungsbewusste Fußballmanager wenden sich deswegen nun von den windigen Geschäftemachern ab und setzen auf eine zukunftsträchtige Branche: Öl.

Auf dem Transfermarkt ist neben Cristiano Ronaldo daher auch um zahlungskräftige Opec-Staaten ein zähes Ringen entstanden. ManUs Rivale Manchester City zog einen Deal mit der Herrscherfamilie Abu Dhabis an Land, die sich mit den freundlichen Worten „Geld spielt keine Rolle“ vorstellte. Auf ähnliche Begrüßungsformeln hofft wohl auch der Zweitligist Charlton Athletic, der nun Verhandlungen mit Investoren aus Dubai bestätigte. Andere werden folgen, denn die Petrodollars vor allem aus dem Mittleren Osten sind bis zum Versiegen der Quellen – also durchaus noch bis zur nächsten WM – eine weitgehend krisensichere Stütze.

Doch halt, liebe Bundesliga-Manager, bevor Sie jetzt Direktflüge nach Katar oder Kuwait buchen – es gibt noch eine andere Lösung. Sie führt über einen Spieler, der eigentlich als weniger begabt galt: Al-Saadi Gaddafi. Der Sohn des libyschen Staatschefs hat schon die halbe italienische Liga saniert, indem er sich mit einem Anteil aus den staatlichen Ölreserven Verträge erkauft hat. Momentan ist er vereinslos und ablösefrei – man sollte sich also nicht wundern, wenn demnächst folgende Meldung auftaucht: „Hertha BSC verpflichtet Libyens dreimaligen Spieler des Jahres.“

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