Sport : Özil verhilft Mourinho zum Sieg Auch Khedira überzeugt bei Reals 1:0 in Auxerre

Berlin - Am Ende hatte José Mourinho wie fast immer recht und Mesut Özil die positiven Champions-League-Schlagzeilen auf seiner Seite. Fast eine Stunde ließ der eigenwillige Trainer von Real Madrid den deutschen Nationalspieler auf der Bank warten, ehe er den früheren Bremer für den Franzosen Karim Benzema einwechselte. Özil bedankte sich mit einer Flanke von rechts, die der ebenfalls eingewechselte Angel de Maria neun Minuten vor Spielende zum 1:0-Sieg beim französischen Klub AJ Auxerre mit der Brust annahm und verwandelte. „Özil brachte neuen Schwung ins Spiel. Seine Einwechselung belebte das Angriffsspiel, das bis dahin so schwerfällig war wie seit langem nicht mehr“, kommentierte die Zeitung „Marca“ am Mittwoch den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Sami Khedira spielte als zweiter deutscher WM-Teilnehmer im Real-Team 90 Minuten durch und überzeugte vor allem durch ein großes Laufpensum. Der Erfolg verschaffte Mourinho – in Madrid bereits als „Pöbeltrainer“ bezeichnet – etwas Luft. „Schon ein Unentschieden wäre ein positives Ergebnis gewesen. Aber wir haben auf Risiko gespielt und gewonnen. Wenn wir im nächsten Spiel auch noch den AC Mailand schlagen, stehen wir praktisch schon in der nächsten Runde“, sagte Mourinho. Er freute sich auch über das 1:1 zwischen Ajax Amsterdam und Mailand im anderen Gruppenspiel. „Dieses Ergebnis spielt uns in die Karten“, sagte der Real-Coach. Zlatan Ibrahimovic rettete Mailand mit einem sehenswerten Tor gegen seinen ehemaligen Verein das Remis in den Niederlanden. „Ein Zaubertor - ein Punkt. Ibrahimovic ist Milans Alleinunterhalter“, titelte „La Gazzetta dello Sport“. Beste Aussichten, vorzeitig das Achtelfinale zu erreichen, haben auch die Londoner Spitzenclubs FC Chelsea und FC Arsenal. Sie haben wie Real Madrid, Bayern München, Spartak Moskau und Schachtjor Donezk bisher sechs Punkte geholt. Chelsea siegte 2:0 gegen Olympique Marseille, John Terry und Nicolas Anelka schossen frühzeitig die Tore. Wesentlich aufregender war das 3:1 von Arsenal bei Partizan Belgrad. Der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark verhängte drei Elfmeter, von denen nur der Belgrader Cléo einen verwandelte. Bei seinem zweiten Versuch versagten ihm die Nerven. Zudem zeigte Stark Partizan-Profi Ivan Stevanovic wegen Foulspiels die Rote Karte. Die Überzahl nutzten Marouane Chamakh und Sébastien Squillaci zu zwei späten Arsenal-Toren aus. dpa

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