Offenbacher Kickers : Andy Möller schmeißt hin

Chaos bei Regionalligist Offenbacher Kickers. Ex-Nationalspieler Andy Möller hat seinen Job als Sportdirektor aufgegeben - und OFC-Trainer Thomas Gerstner wurde beurlaubt.

Zurückgetreten und entlassen. Andreas Möller und Thomas Gersntner von den Offenbacher Kickers.
Zurückgetreten und entlassen. Andreas Möller und Thomas Gersntner von den Offenbacher Kickers.Foto: dpa

Nach dem neuerlichen Rückschlag im Aufstiegskampf ist beim Fußball-Drittligisten Kickers Offenbach das Chaos ausgebrochen. Die Hessen haben ihren Trainer Thomas Gerstner mit sofortiger Wirkung beurlaubt, zudem ist Sportmanager Andreas Möller am Samstagvormittag von seinem Posten zurückgetreten. Auch Geschäftsführer Thomas Kalt steht vor dem Aus. Er will dem Aufsichtsrat am Montag seine Ablösung empfehlen.

Mit dem personellen Rundumschlag reagierten die Kickers auf die 0:2-Heimniederlage am Freitagabend gegen Carl Zeiss Jena. Mit 57 Punkten ist Offenbach zwei Spieltage vor Saisonschluss Tabellensechster und droht den angepeilten Zweitliga-Aufstieg zu verpassen. In den letzten zwei Partien werden die beiden bisherigen Co-Trainer Tobias Dudeck und Manfred Binz die Verantwortung für die Mannschaft übernehmen.

Sportmanager Möller warf am Samstag freiwillig das Handtuch. „Ich bin mit der Aufgabe angetreten, mit dem OFC in dieser Saison aufzusteigen. Nach der sportlichen Talfahrt der letzten Monate und der Niederlage gegen Jena ziehe ich die persönliche Konsequenz und beende mit sofortiger Wirkung meine Tätigkeit beim OFC“, sagte der Weltmeister von 1990 in einer Vereinsmitteilung.

Noch am späten Freitagabend hatte die Vereinsspitze bei einem kurzfristig anberaumten Krisentreffen die Trennung von Gerstner beschlossen. Der erst am 28. Februar als Nachfolger des entlassenen Wolfgang Wolf verpflichtete Coach hatte sich zuvor auf der Pressekonferenz endgültig ins Abseits gestellt. „Neben dem sportlichen Misserfolg können wir die Aussage von Thomas Gerstner auf der Pressekonferenz, dass die letzten beiden Saisonspiele nur noch Freundschaftsspiele seien, so nicht akzeptieren. Trotz aller, sicherlich berechtigten Enttäuschung, ist es das falsche Signal. Für uns geht es immerhin noch um sechs Meisterschaftspunkte, die zu vergeben sind und um die bestmögliche Platzierung“, erklärte Kalt. (dpa)

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