Sport : Oh, wie war das schön

HAUE FÜR DEN BOSS

Das Zusammenwirken einer Fußballmannschaft ist ein komplizierter sozialer Prozess, der ständigen Veränderungen unterliegt. Wer wüsste das besser als Michael Ballack, der in dieser Saison fast krampfhaft versucht hat, seine Stellung als Leitwolf in der deutschen Nationalmannschaft zu verteidigen? Es verlangt ihm immer größere Anstrengungen ab. Nie wurde, im Wortsinne, stärker an seinem Denkmal gekratzt als im WM-Qualifikationsspiel in Wales. Am Ende eines Wortgefechts wischte ihm Lukas Podolski, Typ jugendlicher Schnösel, mit der Hand durchs Gesicht. Deutlicher konnte er seine Zweifel an Ballacks Führungsanspruch nicht demonstrieren. Das Problem der Nationalmannschaft ist: Wer soll den Anführer denn machen, wenn nicht Ballack?

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