Sport : Ohne Mühe und ohne Kraft: Federer siegt, Venus Williams verliert

Paris - Roger Federer ist mühelos ins Achtelfinale der French Open eingezogen. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz erledigte seine Pflichtaufgabe gegen den Italiener Potito Starace am Freitag mit 6:2, 6:3, 6:0. „Ich bin froh, dass ich bislang keinen Satz abgegeben habe und dass es so rund läuft“, sagte Federer. Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale trifft der 25 Jahre alte Schweizer nun auf den Russen Michail Juschni, der sich gegen den spanischen French-Open-Sieger von 2003, Juan Carlos Ferrero, mit 6:7 (3:7), 7:6 (7:3), 6:2, 6:2 durchsetzte.

„Er ist in absolut überragender Form und spielt vor allem gegen die Top-Spieler immer noch besser“, sagte Federer über seinen nächsten Gegner. Allerdings spricht nicht nur die Bilanz für Federer: Von neun Duellen hat er neun gewonnen. Zudem will sich der zehnmalige Grand-Slam-Sieger auf dem Weg ins Traumfinale gegen Titelverteidiger Rafael Nadal nicht aufhalten lassen. Der spanische Sandplatz-König kann heute mit einem Sieg gegen seinen Landsmann Albert Montanes ins Achtelfinale folgen. „Das wäre doch ein Traum von uns allen, dieses Finale“, sagte Federer. Der Titel in Paris ist der einzige, der ihm in seiner imposanten Grand-Slam-Sammlung noch fehlt. Nach der Mini-Krise und der Trennung von seinem Trainer Tony Roche hat ihm vor allem der Finalsieg gegen Nadal auf Sand beim Turnier am Hamburger Rothenbaum Rückenwind gegeben. „Es ist schon ein Vorteil, dass ich ihn jetzt auf allen Belägen geschlagen habe. Aber noch ist das Endspiel weit weg.“

Weniger erfolgreich ist es für die frühere Weltranglisten-Erste Venus Williams gelaufen. Sie hat den Einzug in das Achtelfinale der French Open verpasst. Die 26 Jahre alte Amerikanerin verlor mit 4:6, 6:4, 1:6 gegen die Serbin Jelena Jankovic.

Auch für die deutschen Profis blieb das Finale beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres in weiter Ferne. Selbst Philipp Kohlschreiber hatte nach der Zweitrunden-Pleite auf der roten Asche von Roland Garros genug von seinem Lieblingsbelag. „Ich freue mich, dass das Rumgezwackel auf Sand jetzt erst einmal vorbei ist“, sagte der 23-Jährige nach dem 6:7 (8:10), 1:6, 1:6 gegen den Spanier Oscar Hernandez. Die deutsche French-Open-Bilanz ist ernüchternd: Seit Mitte der 90er Jahre, seit der Finalteilnahme von Michael Stich 1996, kam kein deutscher Spieler mehr über das Achtelfinale hinaus. Vor Kohlschreiber hatten sich Florian Mayer (Bayreuth) und Benjamin Becker (Mettlach) in Runde eins verabschiedet. „Wir hatten alle hohe Erwartungen, das Abschneiden ist mehr als bedauerlich. Da gibt es nichts schönzureden“, sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels. dpa

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