Sport : Ohne Trainer, ohne Mühe

Eisbären siegen 7:3 in Frankurt

Joachim Winkel

Frankfurt. Von wegen die Eisbären sind ohne Trainer nur die Hälfte wert – gestern, beim Spiel in Frankfurt bewiesen die Berliner das Gegenteil. In Abwesenheit ihres erkrankten Chefcoachs Pierre Pagé gelang den Eisbären bei den Frankfurt Lions ein ungefährdeter 7:3 (3:1, 2:0, 2:2)–Erfolg. Mit dem Sieg rückten die Berliner auf den zweiten Tabellenplatz in der Deutschen Eishockey-Liga vor, nachdem am Nachmittag die Mannheimer Adler 0:4 bei Tabellenführer Kölner Haie verloren hatten.

Es war eine überraschend einseitige Partie, welche die 5600 Zuschauer in der Frankfurter Eissporthalle am Bornheimer Hang zu sehen bekamen. Schon in den Anfangsminuten deutete Sven Felski an, in welche Richtung das Spiel fortan laufen sollte. Der Berliner Stürmer vergab allerdings zwei Mal in aussichtsreicher Position vor Frankfurts Torhüter Roussel. Felskis Kollege Kelly Fairchild stellte sich geschickter an und brachte die Eisbären nach acht Minuten in Führung.

Nur Sekunden später gab es für Eisbären-Torhüter Oliver Jonas eines der wenigen Negativerlebnisse: Frankfurt kam durch Busch zum Ausgleich. Alexander Barta und Fairchild korrigierten den Betriebsunfall mit ihren Toren noch im ersten Drittel. Besonders das 3:1 durch Fairchild war bemerkenswert: Endlich hatten die Berliner wieder in Überzahl getroffen, am Freitag beim 3:1 gegen Ingolstadt hatten sich die Eisbären noch reichlich unbeholfen angestellt.

Im Mitteldrittel änderte sich nichts an der Dominanz der Berliner. Nun durfte Felski seine gute Leistung mit Zählbahrem krönen. Das vierte Tor der Eisbären durch Steve Walker leitete der Nationalspieler mit einer Vorlage ein. Das 5:1 gegen die Lions, bei denen der ehemalige Eisbären-Kapitän Marc Fortier blass blieb, erzielte Felski selbst.

Im Schlussabschnitt setzten die Eisbären schließlich ihren fröhlichen Betriebsausflug fort. Boris Blank traf zum 6:1, John Gruden schoss das siebte Tor. Dass die Frankfurter danach durch Francz und Adams noch zwei Treffer erzielten, konnten die Berliner verschmerzen. Schließlich war das 7:3 der höchste Saisonsieg für die Eisbären. Das Spiel war natürlich auch ein Erfolg für Hartmut Nickel. Der Kotrainer gab – wie schon gegen Ingolstadt – die Kommandos hinter der Bande der Eisbären.

Ein wenig getrübt wurde der Berliner Erfolg dadurch, dass Ricard Persson nach einer Rangelei mit dem Frankfurter Francz im letzten Drittel mit einer Spieldauerstrafe vom Eis geschickt wurde. Der schwedische Verteidiger ist somit für das Heimspiel der Berliner am Donnerstag gegen Schwenningen gesperrt.

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