Sport : Ohne vier Stammspieler siegt Werder 2:0 gegen Duisburg

Frank Hellmann

Bremen - Viel Geduld, großer Siegeswillen und fußballerisches Potenzial: Mit derlei Attributen war gestern der 2:0 (0:0)-Arbeitssieg von Werder Bremen gegen den MSV Duisburg versehen. „Wenn man oben mitspielen will, muss man solch eine Partie gewinnen“, sagte Sportdirektor Klaus Allofs, der den Blick wie die Spieler sogleich auf den kommenden Mittwoch richtete. Dann spielt Werder in der Champions League gegen Panathinaikos Athen um den weiteren Verbleib im europäischen Geschäft. Ein Rückschlag gegen den Aufsteiger hätte da nicht gut getan, „Krisengerede können wir nicht gebrauchen“, sagte Allofs.

Trotz wichtiger Ausfälle (Klose, Klasnic, Frings und Naldo) war Werder vor 38 079 Fans im Weserstadion stets um die spielerisch herbeigeführte Lösung der vermeintlichen Pflichtaufgabe bemüht. Doch übertraf sich der Gastgeber im Auslassen bester Möglichkeiten - weder Aaron Hunt (4., 5. und 27.) noch Nelson Valdez (8.) oder Johan Micoud (25.) brachten den Ball im Tor unter. „Nach einer Viertelstunde hätten wir schon 3:0 führen müssen“, mäkelte Tim Borowski. Dass Werders zweiter Sturm mit Valdez und Hunt nicht an Miroslav Klose (Jochbeinbruch) und Ivan Klasnic (Blinddarmoperation) heranreicht, war in dieser Phase offenkundig. Und doch waren es die beiden Jungprofis, die Werder in Führung brachten: Nach Hunts Lattenschuss bugsierte Valdez den Abpraller nach 64 Minuten zum 1:0 über die Linie. Borowski lupfte den Ball nach Vorlage von Micoud acht Minuten später zum 2:0 ins Netz.

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