Sport : Olympia 2000: Noch 16 Tage

Australiens Zollbeamte sind auf der Suche nach Doping-Mitteln vor den Olympischen Spielen in Sydney zum zweiten Mal fündig geworden. Unter den zahlreichen Arzneimitteln eines tschechischen Mannschaftsarztes wurden in Brisbane zwei Fläschchen mit der Stimulanz Ephedrin gefunden, die nicht auf dem für die Einfuhr nötigen Erlaubnisschein aufgeführt waren. Der Doktor hatte die Präparate jedoch offen auf seiner Zollbescheinigung angegeben, so dass die Beamten nur von einem Fehler im "Papierkram" ausgehen. In Perth waren bei einem südafrikanischen Trainer in der vorigen Woche 14 Ephedrin-Tabletten ohne das zur Einfuhr nötige Rezept gefunden worden. Auf internationaler Ebene stieß eine an den australischen Zoll ausgegebene Liste auf Kritik. Darin werden Namen von Personen genannt, die verdächtigt werden, Doping ins Land zu schmuggeln. "Alle oder keiner sollten untersucht werden", meinte Alexander de Merode, Chef der medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Zudem hätten die australischen Athleten gegenüber den einreisenden Sportlern den Vorteil, dass sie nicht auf Dopingmittel untersucht würden.

Rauchverbot

Während der Olympischen Spiele kommen in Sydney schwere Zeiten auf Raucher zu. Das Parlament von New South Wales hat ein Gesetz verabschiedet, das Rauchen in Restaurants und Cafes ab sofort verbietet. In Pubs darf vorerst weitergequalmt werden. Die australischen Kneipen müssen aber innerhalb von zwölf Monaten dafür sorgen, dass in den Essbereichen nicht mehr geraucht wird. Rauchen ist an fast allen Arbeitsplätzen Australiens verboten.

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