Sport : Olympia 2000: Noch 2 Tage

Rechelle Hawkes spricht Eid

Die australische Hockeyspielerin Rechelle Hawkes wird am Freitag bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele den Olympischen Eid der Athleten sprechen. Das gab das Nationale Olympische Komitee Australiens bekannt. Mit dem Olympischen Eid verspricht ein Sportler - oder eine Sportlerin - im Namen aller Athleten, die olympischen Regeln einzuhalten und fair um Medaillen zu kämpfen.

Basketballer statt Perkins

Basketballer Andrew Gaze wird die Fahne des Gastgeberlandes Australien bei der Eröffnungsfeier tragen. Die Nominierung kam überraschend. Als Favorit für die ehrenvolle Aufgabe galt Schwimstar Kieren Perkins, der in Sydney seine dritten Sommerspiele bestreitet. Dem Weltrekordler über 1500 m wurden vermutlich verbale Attacken gegen die Konkurrenz aus den USA übelgenommen. Der 35-jährige Andrew Gaze ist einer von insgesamt drei Australiern, die bereits ihren fünften Olympiastart absolvieren.

Olympiadebüt mit 62

Bogenschütze Francis Latil aus Vanuatu feiert mit 62 Jahren sein Olympiadebüt in Sydney. Der Rechtsanwalt ist nach dem 63 Jahre alten Schützen Bruce Meredith von den Jungfraueninseln der zweitälteste Teilnehmer bei den Spielen. Latil begann erst vor 16 Jahren mit dem Bogenschießen und steht bereits seit März als Olympia-Teilnehmer fest.

Kein Ersatz für Huber

Für die verletzte Anke Huber darf keine andere deutsche Tennisspielerin am olympischen Turnier teilnehmen. Eine Nachnominierung könne definitiv nicht erfolgen, teilte der Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland, Heiner Henze, dem Deutschen Tennis Bund mit. Der Einzelplatz war persönlich an die beste deutsche Tennisspielerin gebunden, zudem sei die Meldefrist abgelaufen. Anke Huber hatte nach einer Untersuchung in Heidelberg ihre dritte Olympia-Teilnahme wegen eines Strecksehnen-Abrisses am rechten Schlagarm absagen müssen. Das geplante Doppel mit der Heidelbergerin Jana Kandarr ist durch Hubers Absage geplatzt.

Sydney vor Kartenrekord

Die Sommerspiele von Sydney stehen kurz vor einem Olympiarekord beim Kartenverkauf. Gut 80 Prozent aller verfügbaren Tickets seien verkauft, gab IOC-Vizepräsident Dick Pound aus Kanada bekannt. Nur noch rund 1,6 Millionen Karten seien erhältlich. Damit sei der bisherige Rekord von Atlanta "in Sichtweite", die zu 82,3 Prozent ausverkauft waren.

Olympia-TV auch in Ost-Timor

Auch die Bevölkerung des nach einem blutigen Bürgerkrieg von Indonesien gerade unabhängigen Ost-Timor soll die TV-Übertragungen von den Sommerspielen empfangen können. Das IOC hat die Satellitenschaltung über eine entsprechende Vereinbarung mit dem australischen Fernsehen gesichert. Damit erhöht sich die Zahl der angeschlossenen Länder auf 221. Das IOC erwartet, dass weltweit 3,7 Milliarden Menschen Sydney am Bildschirm verfolgen werden.

Panne bei der Post

Einen Tag vor Beginn des olympischen Fußball-Turniers bahnte sich wegen einer Panne beim Versand ein Ticket-Chaos am ersten Spieltag an. Mehrere tausend Eintrittskarten für die Mittwoch-Spiele in Canberra, Melbourne, Adelaide und Brisbane waren am Dienstag noch nicht bei ihren Käufern eingegangen. Michael Eyers vom Organisationskommitee Socog weist alle Schuld vom Veranstalter: "Bereits am Donnerstag sind die letzten Bestellungen bearbeitet und die Karten mit dem Express-Versand an die Kunden geschickt worden."

Sieg im Handball-Test ...

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihren letzten Olympia-Test problemlos bestanden. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand setzte sich in Sydney mit 29:26 (17:13) gegen Slowenien durch. Die erfolgreichsten deutschen Torschützen waren Kretzschmar (5) und Schwarzer (4).

und Sieg im Hockey-Test

Die deutschen Hockeyspieler haben in Sydney nach einer überzeugenden Vorstellung ihr vorletztes olympisches Testspiel gegen Vizeweltmeister Spanien 1:0 (0:0) gewonnen. In der auf zweimal 30 Minuten verkürzten Partie erzielte der Münchner Michel in der 45. Minute den Siegtreffer.

17-mal Gold

Wenn es nach den Experten des renommierten US-Magazins "Sports Illustrated" geht, wird die deutsche Olympia-Mannschaft bei den Spielen in Sydney in der Addition aller Medaillen genauso erfolgreich sein wie vor vier Jahren. Mit 17-mal Gold, 30-mal Silber und 18-mal Bronze prognostiziert das Blatt jene Medaillenzahl, die von deutschen Athleten in Atlanta gewonnen worden waren. Damals hatte es 20 Olympiasiege, 18 zweite und 27 dritte Plätze gegeben.

NOCH VIER JAHRE

Samaranch kritisiert Athen

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat sein Ultimatum an das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2004 in Athen (ATHOC) nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen in der Vorbereitung erneuert. "Sie haben drei Jahre verloren und haben nur noch vier Jahre vor sich. Das wird sehr schwer, aber ich erwarte, dass das Komitee seine Aufgaben erledigt", sagte Juan Antonio Samaranch.

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