Sport : Olympia 2000: Noch 22 Tage

Wirbel um die Sommerzeit

Die wegen Olympia zwei Monate vorgezogene Umstellung auf die Sommerzeit sorgt für Aufregung. Nationalpartei-Chef George Souris sagte, dass Kinder in ländlichen Gebieten nun wieder im Dunkeln zur Schule gehen müssten und dies ein Sicherheitsrisiko sei. Ein Klub im Norden von Neusüdwales und mehrere Geschäfte in Broken Hill im Outback bleiben bei der alten Messung. Neben Neusüdwales stellen am Sonntagmorgen drei weitere Bundesstaaten ihre Uhren eine Stunde nach vorn, drei andere Bundesstaaten nicht.

Angst vor Einwanderungswelle

Eine illegale Einwanderungswelle anlässlich der Olympischen Spiele befürchtet die zuständige australische Behörde. "Es wird eine gewaltige Aufgabe, herauszufinden, welche Zuschauer aus falschen Motiven einreisen", sagte Einwanderungsminister Philip Ruddock. In der Vergangenheit habe sich die Kontrolle der Küsten als immer größer werdendes Problem herausgestellt. 1999 seien 3700 Personen mit Booten in Australien gelandet, 1998 seien es nur 200 gewesen.

Begehrte Mini-Fernseher

Die Fernsehhersteller gehören schon jetzt zu den großen Gewinnern. So hat in Australien der Verkauf von 150 Dollar teuren kleinen TV-Handgeräten um beinahe 500 Prozent zugenommen. Um 70 Prozent ist die Verkaufsrate bei großen Fernsehern in die Höhe geschnellt. Auch der Verleih von TV-Geräten floriert.

Bombensichere Autos eingetroffen

Staatoberhäupter und andere VIPs können sich während Olympia auch auf den Straßen von Sydney sicher fühlen. Die Polizei von Neusüdwales bestätigte die Ankunft von zehn bombensicheren Limousinen aus Deutschland, die BMW kostenlos für die Zeit der Spiele ausleiht. Das Panzerglas und der spezielle Bau machen die je 1,2 Millionen Mark teuren Autos immun gegen Handgranatenangriffe und Maschinengewehrfeuer, das Auto kann selbst bei durchschossenen Reifen noch zwei Stunden fahren. Die Olympia-Beamten müssen die Rechnung zahlen, falls eines der Panzerautos zerstört wird.

Doch keine Tickets für Reiche

75 000 so genannte Olympia-Supertickets für die Reichen kommen jetzt doch auf den freien Markt. Wie das Organisationskomitee SOCOG in Sydney bekannt gab, verzichtet es lieber auf "ein paar Extra-Millionen". SOCOG-Präsident Michael Knight erklärte: "Wir könnten zwar die Eintrittskarten zu überhöhten Preisen verkaufen, aber das ist es nicht wert. Es würde die positive Einstellung zu den Spielen zerstören."

Spenden gestohlen

Die sechs Olympioniken des afrikanischen Zwergstaates Dschibuti sind schon vor ihrer Ankunft in Sydney beraumt worden. Diebe ließen während eines von der afrikanischen Gemeinde in der Olympiastadt organisierten Spenden-Emfangs umgerechnet 3.600 Mark mitgehen. Dschibuti schickt vier Leichathleten sowie je einen Judoka und Segler nach Australien.

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