Sport : Olympia 2000: Noch 29 Tage

Kälte wird zum Problem

Nach dem Wind droht die Kälte zum großen Problem der olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe von Sydney zu werden. Am ersten Tag der australischen Ausscheidungen verletzten sich bei Kühlhaustemperaturen von rund 14 Grad mehrere Athleten. Die besonders anfälligen Sprinter greifen zum Schutz teilweise bereits auf Ganzkörperanzüge zurück. "Die Topstars haben es bei Olympia wärmer", erklärte Bob Elphinston, Manager beim Organisationskomitee.

Letzte Pannen werden behoben

Der australische Transportminister John Anderson hat versprochen, dass der Flughafen von Sydney mit den Anforderungen während der Olympischen Spiel fertig werden wird. Nach diversen Pannen auf dem für 600 Millionen Dollar (760 Millionen Mark) umgebauten größten Flughafen Australiens würden jetzt noch die letzten Maßnahmen getroffen, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, berichtete Anderson. Am 6. Juli und 1. August hatten Stromausfälle das Kontrollzentrum des Flughafens lahm gelegt und für stundenlange Verspätungen gesorgt. Notstromaggregate waren nicht angesprungen.

Klage abgewendet

Eine Klage der Europäischen Union (EU) gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) scheint abgewendet zu sein. Nach Auskunft des australischen Vizepräsidenten Kevan Gosper erhalten die TV-Abteilungen der drei Welt-Nachrichtenagenturen AFP, AP und Reuter nun doch täglich Zutritt zu den öffentlichen Bereichen des Olympic Parks. Ursprünglich sollten täglich acht Pässe an die Teams von TV-Nichtrechteinhabern aus aller Welt ausgegeben werden, wobei die drei Agenturen keinerlei Garantien erhalten sollten.

Auch Madonna spendet

Die Organisatoren der Paralympics in Sydney entwickeln ständig neue Ideen, um Geld in die Kassen zu bekommen. Neuester Clou ist eine Internet-Auktion, bei der von berühmten Künstlern gestaltete Werke versteigert werden. Zu den Spendern gehören Sänger wie Madonna, Ricky Martin oder Bette Middler, Schauspielstar Nicole Kidman oder Boxer Oscar de la Hoya. Immer mehr Geld kommt auch durch den Ticketverkauf herein: Bereits jetzt sind 460 000 Eintrittskarten für die Behinderten-Spiele (18. bis 29. Oktober) verkauft, darunter 41 000 für die Eröffnungsfeier.

Chip in der Sohle

Beim olympischen Marathonlauf werden erstmals alle Teilnehmer mit einem fünf Gramm leichten High-Tech-Chip in der Schuhsohle ausgerüstet. Mit Hilfe des Empfängers kann ständig die genaue Platzierung der Läufer im Rennen samt Zeit verfolgt werden. Die gleiche Technik wird im Gehen, dem Straßenradfahren und dem Triathlon angewendet. Jedes der olympischen Segelboote wird übrigens mit einer nautischen Version einer Black Box ausgerüstet, um genauen Aufschluss über die Position zu erhalten.

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