Sport : Olympia 2000: Noch 37 Tage - aktuelle Meldungen

Sechs Mark für ein Bier

Die wichtigste Schlacht der Olympischen Spiele ist geschlagen: "Normale" olympische Cateringfirmen müssen ihre "Burger" offiziell als "Beef patties" (Rindfleischfladen) auszeichnen, weil ein Olympiasponsor (McDonalds) die Rechte am Namen "Burger" besitzt. Die Verpflegung für die Zuschauer ist übrigens nicht ganz billig. Die Preise für einen einfachen Sandwich sollen bei sieben Mark liegen, ein Bier dürfte für über sechs Mark angeboten werden. Die Olympia-Macher haben indes nach einem öffentlichen Aufschrei einen Rückzieher vom generellen Verbot von mitgebrachtem Essen gemacht.

Aborigines protestieren

Besucher der Olympischen Spiele müssen damit rechnen, am Flughafen in Sydney von protestierenden Aborigines empfangen zu werden. Der "Landrat" der australischen Ureinwohner beantragte bei der Polizei des Bundesstaates Neusüdwales die Erlaubnis für tägliche Demonstrationen am Airport vom 10. bis 14. September. Am Tag der Eröffnungsfeier (15. September) ist ein Protestmarsch zum Büro des Premierministers in der Stadt vorgesehen. "Wir wollen aus Protest um die Diskriminierung der Aborigine eine Menschenkette auf den Straßen rund um den Flughafen bilden. Das soll der erste Eindruck der Besucher von Australien sein", erklärte Sprecherin Jenny Munro.

Blaublütiger Flammenträger

Die olympische Flamme wird auch mit "blaublütiger" Hilfe in Richtung Sydney befördert. Prinz Albert von Monaco, selbst mehrmals Olympiateilnehmer im Bobfahren, wird die Fackel einen Tag vor Eröffnung der Spiele in der Olympiastadt tragen.

Schlecht-Wetter-Prognose

Ein Wetterbüro in Melbourne mit dem Namen WNI hat für den Eröffnungstag der Olympischen Spiele Dauerregen in Sydney vorhergesagt. "Offizielle" Metereologen in der Olympiastadt halten die Langzeit-Vorhersage für falsch und verweisen darauf, dass der September normalerweise einer der trockensten Monate des Jahres ist. Eventuell hat der Disput damit zu tun, dass viele Einwohner von Melbourne meinen, dass eigentlich ihre Stadt die Ausrichtung der Spiele verdient hätte.

Olympia als Ladenhüter

Reiseveranstalter aus den USA bieten Olympia-Reisen mangels Nachfrage inzwischen als Schnäppchen an. Ein Flugticket, sechs Appartment-Übernachtungen in Sydney, Eintrittskarten zu sechs Olympiawettkämpfen sowie einen Vier-Tages-Stop in Neuseeland kosten jetzt nur noch 15 000 Mark. Vorher war das "Silver Package" zu 30 000 Mark angeboten worden.

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